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Energetische Modernisierung

Baumängel gefährden die Ökobilanz

Damit eine Energiespar-Modernisierung sich langfristig rechnet, muss auf eine perfekte Planung und Ausführung der Arbeiten geachtet werden. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.

Damit eine Energiespar-Modernisierung sich langfristig rechnet, muss auf eine perfekte Planung und Ausführung der Arbeiten geachtet werden. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.

(djd/pt). Das Thema Energiesparen treibt nicht nur Bauherren, sondern auch die Besitzer älterer Immobilien um. Nie zuvor gab es so viele Fördermöglichkeiten für die energetische Modernisierung, zugleich hat der Gesetzgeber die Latte aber auch im Bestandsbau höher gelegt. So muss beispielsweise nach der Aktualisierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) künftig auch ein modernisiertes Bauteil den EnEV-Anforderungen an den Neubau entsprechen, wenn mehr als zehn Prozent der Gebäudehülle von der Modernisierung betroffen ist.

Hohe zusätzliche Energiekosten bei Planungs- und Baumängeln

Planungs- und Baumängel während einer Modernisierung können die Erreichung dieser energetischen Einsparziele gefährden. Wird die Dämmstoffstärke etwa zu dünn ausgelegt, erhöht sich der Wärmedurchgang. Bei einer Reduzierung der Schichtdicke um nur 15 Prozent können in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus zusätzliche Energiekosten von deutlich über 1.500 Euro in 20 Jahren anfallen, fand die Studie “Abhängigkeit von Bauqualität und Energieeffizienz bei Wohngebäuden” heraus, die das Institut für Bauforschung Hannover (IFB) im Auftrag der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) durchgeführt hat.

Noch höher fallen die Energieverluste nach dieser Studie aus, wenn die Gebäudehülle nur zu fünf Prozent nicht gemäß der Planung gedämmt war. Mit weit über 2.000 Euro zusätzlichen Energiekosten schlagen die dabei entstandenen Wärmebrücken in einem Zeitraum von 20 Jahren zu Buche. Ist das Dämmmaterial, das eingebaut wurde, zu 50 Prozent durchfeuchtet, so erhöht sich die Leitfähigkeit so stark, dass die Heizkosten um knapp 20 Prozent steigen.

Verfehlung der Energiesparziele gefährdet Förderung

Neben den Mehrausgaben für die Heizung drohen Modernisierern aber weitere Verluste. Entspricht das Haus nach einer Sanierung nicht dem angepeilten Energiestandard, kann die Auszahlung von Fördergeldern verweigert werden. In vielen Fällen werden teure Nachbesserungs- oder Austauscharbeiten fällig. Wer sich von vornherein die unabhängige Beratung und Baubegleitung durch einen Bauherrenberater sichert, kann sich vor solchen unangenehmen Folgen schützen (Adressen und weitere Infos unter www.bsb-ev.de). Bereits während der Planungsphase, vor allem aber während der Modernisierungsarbeiten selbst und bei der Bauabnahme kann ein neutraler Berater darauf achten, dass die Planungsziele in vollem Umfang erreicht werden.

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Tiefenbohrungen bringen die höchste Energieausbeute

Foto: djd/HeidelbergCement

Foto: djd/HeidelbergCement

Wärmepumpe im Altbau

(djd/pt). Der Einsatz regenerativer Energien mittels einer Wärmepumpe ist nicht nur im Neubau eine attraktive Variante zur Heizung mit Öl- oder Gasbrenner. Eine Wärmepumpe mit Flächenkollektoren im eingewachsenen Garten eines Bestandshauses einzubauen, ist allerdings in vielen Fällen kaum möglich – es sei denn, man will den Garten komplett roden und neu anlegen. Wärmepumpen, die ihre Wärmeenergie aus der Umgebungsluft beziehen, weisen in der Praxis oft Leistungen auf, die besonders beim Betrieb älterer Heizungsinstallationen mit hohen Vorlauftemperaturen die Kosten eher nach oben treiben können. Eine interessante Alternative stellen daher Wärmepumpen mit Erdwärmesonde dar.

Erdwärmesonde (EWS) statt Flächenkollektoren: die Alternative für schöne alte Gärten

Der Platzbedarf für das Einbringen von EWS ist deutlich geringer als für Flächenkollektoren. Zudem ist die Temperatur in tieferen Erdschichten besonders gleichmäßig, entsprechend stabil ist die Leistung der Bohrungen. Einen wesentlichen Einfluss haben auch die Materialien zur Verfüllung der Bohrlöcher rund um die Erdwärmesonde. ThermoCem beispielsweise, ein Trockenbaustoff von HeidelbergCement, ist aufgrund seiner hohen Leitfähigkeit gut geeignet. Er überträgt die Wärme aus dem Erdreich mit geringen Verlusten auf das Wärmemedium in den Sonden und leistet so einen Beitrag zur Effizienz der gesamten Anlage.

Wärmeleitfähige Verfüllung für Pilotprojekt ausgewählt

Nicht nur bei konventionellen Solewärmepumpen kommt der leitfähige Baustoff zum Einsatz. Als Projektpartner der EnBW Energie Baden-Württemberg beteiligt sich HeidelbergCement auch an einem Pilotprojekt im Schwarzwald, bei dem die weltweit tiefste Bohrung zum Einsatz einer CO2-Wärmepumpe in die Erde gebracht wird. Neben der extremen Leitfähigkeit waren auch die umweltneutralen Eigenschaften entscheidend für die Auswahl des Baumaterials. Denn von den CO2-Sonden verspricht sich der Energiekonzern Lösungen für Privathaushalte, die bisher aufgrund von Zulassungsproblemen auf das Einbringen von Solesonden in wasserrechtlich geschützten Gebieten verzichten mussten. Ebenso wie das Wärmemedium musste dafür auch das Verfüllmaterial wasserhygienisch völlig unbedenklich sein – eine Forderung, die ThermoCem in vollem Umfang erfüllt.

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Ökologisch sinnvoll dämmen

Welcher Naturdämmstoff für welches Einsatzgebiet?

(djd). Mehr als ein Drittel der Bundesbürger möchte laut einer Emnid-Umfrage im Auftrag der BHW-Bausparkasse in diesem Jahr ihre Häuser und Wohnungen auf Vordermann bringen. Priorität genießt dabei die Wärmedämmung, denn aus ökonomischer und ökologischer Sicht kann es sich heute niemand mehr leisten, buchstäblich zur Wand oder zum Dach hinaus zu heizen.

Foto: djd/Hock

Foto: djd/Hock


Nachhaltige Dämmung

Als Dämmstoffe zunehmend beliebter werden Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, die mit guter bautechnischer Qualität und einem angenehmen Wohnklima punkten (mehr Informationen: http://www.natur-baustoffe.info). Ihre Produktion ist in der Regel weniger energieaufwendig als die fossiler und mineralischer Produkte aus Glas- oder Steinwolle oder Polystyrol, die außerdem auch nur bedingt recyclebar sind.

Fassade

Bei der Außendämmung der Gebäudehülle können Bauherren massives Mauerwerk mit Wärmedämmverbundsystemen aus Holzfaser- bzw. Korkplatten oder Schilfmatten dämmen. Diese Variante bietet einen ebenso guten winterlichen wie sommerlichen Wärmeschutz und beugt unerwünschtem Algenwachstum vor, da die Oberflächen weniger stark auskühlen. Oder aber man setzt eine Holzkonstruktion vor die Fassade und füllt diese mit losen Dämmstoffen wie Flachs, Hanf oder Zellulose auf.
Für einen Neubau in Holzbauweise sind grundsätzlich alle Naturdämmstoffe geeignet und stellen eine passende Ergänzung zum Konstruktionswerkstoff Holz dar.

Prima Klima unterm Dach

Ideal sind Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen beim Ausbau von Dachgeschossen, da sie das Eindringen sommerlicher Hitze besonders lange verhindern. Als Aufdachdämmung bieten sich feste Holzfaserdämmplatten an, zwischen den Sparren eignen sich Matten- und Einblasdämmstoffe. Während Mattendämmstoffe, zum Beispiel aus Hanf oder Flachs, sehr selbstbaufreundlich sind, werden lose Dämmstoffe wie Zellulose-, Hanf- oder Holzfasern von Fachbetrieben in die Konstruktion eingeblasen, wobei eine besonders hohen Fugendichtheit erreicht wird.

Sonderfall Innendämmung

Sogar Fachwerk-Fassaden oder denkmalgeschützte Gebäude müssen auf einen adäquaten Wärmeschutz nicht verzichten, der innen an die Außenwand angebracht wird. Aus bauphysikalischer Sicht gilt es dabei jedoch, größte Sorgfalt walten zu lassen, da sonst die Gefahr der Tauwasserbildung besteht.
Durch ihre hohe Feuchtigkeitstoleranz und die Möglichkeit einer diffusionsoffenen Bauweise sind Naturdämmstoffe hier in der Regel von Vorteil. Welcher Naturdämmstoff im konkreten Fall am besten geeignet ist, sollte durch einen Fachmann entschieden werden.

Weitere Informationen: http://www.natur-baustoffe.de

Ausführliche Beratung

Eine kostenlose, herstellerneutrale Beratung rund um das Thema Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen gibt es bei der Fachberatung Bauen & Wohnen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (Telefon: 03843-6930-180; E-Mail: info@natur-baustoffe.info).

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