Artikel getaggt mit ökologisches bauen

Plus-Energie-Haus

In einem modernen Plus-Energie-Haus wird der Besitzer vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger.  Foto: djd/Rensch-Haus GmbH

In einem modernen Plus-Energie-Haus wird der Besitzer vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger. Foto: djd/Rensch-Haus GmbH

(djd/pt). Ein Haus, das mehr Energie erzeugt, als seine Bewohner verbrauchen: Diese Vorstellung ist längst kein unerfüllbarer Wunschtraum mehr. Wenn Häuser zu kleinen Kraftwerken werden, lohnt sich dies nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Haushaltskasse. Das sogenannte Plus-Energie-Haus ist der derzeit effizienteste Gebäudestandard, der im Rahmen eines Modellvorhabens des Bundesbauministeriums entwickelt und inzwischen in zunehmender Zahl in Fertigbauweise realisiert wird.

Nachhaltiges Konzept

Wer sich vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger weiterentwickeln möchte, muss moderne Anlagen einsetzen, die erneuerbare Energiequellen nutzen. Doch dies reicht nicht aus, denn auch eine hocheffiziente Gebäudehülle, fortschrittliche Elektroinstallationen und eine sparsame Haustechnik gehören zum Standard eines Plus-Energie-Hauses. Den Grundstein für energieeffizientes, nachhaltiges Bauen bei Rensch-Haus bildet beispielsweise die “ThermoAround”-Gebäudehülle, bei der alle wichtigen Bauteile vom Dach bis hin zum Boden optimal aufeinander abgestimmt sind und deren Wärmeverluste noch um rund 50 Prozent niedriger sind, als dies die aktuelle Energieeinsparverordnung vorschreibt.

Energiebewusst bis ins Detail

Zur Grundausstattung beim Hersteller aus der Rhön gehören auch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Kühlfunktion sowie eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Die jüngste Häusergeneration deckt dank großflächiger Photovoltaikanlagen und innovativer Windkrafteinrichtungen nicht nur den kompletten Strom- und Wärmebedarf ihrer Bewohner, sondern ihr Energieplus lässt sich auch noch gewinnbringend ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Gerade der Wind ist eine wichtige Energiequelle. Die modernen, kompakten Windkrafträder lassen sich auf dem Hausdach montieren und haben nicht mehr viel mit den bekannten Riesentürmen auf dem freien Feld gemeinsam. Sie sind weit weniger wetterabhängig, denn bereits bei mäßigem Wind erzeugen sie rund um die Uhr Strom.

Intelligente Hausentwürfe

Die Elemente Sonne und Wind sind die zentralen Energielieferanten beim Hausmodell “Ventura” von Rensch-Haus. Die Energieerzeugung dieser familienfreundlichen Stadtvilla erfolgt über eine moderne Photovoltaikanlage und eine innovative Windkrafteinrichtung. Die so gewonnene Energie heizt das Haus und sorgt für warmes Wasser. Der Stromüberschuss lässt sich an den Netzbetreiber verkaufen. Einem ähnlich cleveren Konzept folgt der Haustyp “Avenio” mit seinen mehr als 170 Quadratmetern Wohnfläche auf zwei Etagen und seinem zeitgemäßen Raumprogramm.

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Energieverschwender- alte Heizung

Millionen Heizungen in Deutschland sind Energieverschwender. Aktuelle Schornsteinfeger-Statistik bestätigt hohen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf.

Fast 1,47 Millionen Ölheizungen sind älter als 20 Jahre und damit technisch überholt. Sie sollten gegen effizientere Heizgeräte ausgetauscht werden. Moderne Öl-Brennwerttechnik beispielsweise bietet ein Energieeinsparpotenzial von bis zu 30 Prozent.  Foto: djd/IWO - Institut f. wirtschaftliche Oelheizung e.V.

Fast 1,47 Millionen Ölheizungen sind älter als 20 Jahre und damit technisch überholt. Sie sollten gegen effizientere Heizgeräte ausgetauscht werden. Moderne Öl-Brennwerttechnik beispielsweise bietet ein Energieeinsparpotenzial von bis zu 30 Prozent. Foto: djd/IWO - Institut f. wirtschaftliche Oelheizung e.V.


Mehr als 2,76 Millionen Öl- und Gasheizungen in Deutschland müssten dringend gegen effizientere Heizgeräte ausgetauscht werden. Denn sie sind mindestens 20 Jahre alt und damit technisch überholt. Weil sie viel zu viel Energie verbrauchen, belasten sie nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch das Haushaltsbudget ihrer Besitzer. Diesen anhaltend hohen Modernisierungsbedarf belegt die jüngste Erhebung des Schornsteinfegerhandwerks.

Die Daten wurden im Zuge der Messungen nach der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung erfasst. Dabei registrierten die Schornsteinfeger im vergangenen Jahr auch mehr als eine Million Heizkessel, die bereits vor 1983 installiert worden sind, also seit mindestens 27 Jahren in Betrieb sind. Statistisch nicht erfasst sind kleinere Gasheizgeräte, die beispielsweise als Etagenheizungen eingesetzt werden.

Mangelhafte Effizienz alter Anlagen

Unter den mehr als 20 Jahre alten Heizungen sind rund 1,47 Millionen Ölheizkessel und knapp 1,29 Millionen Gaskessel. Um die Effizienz dieser technisch veralteten Heizanlagen, die vielfach in Ein- und Zweifamilienhäusern stehen, ist es nicht zum Besten bestellt. Die ältesten unter diesen Anlagen setzen mitunter nur zwei Drittel der Energie in Nutzwärme um, der Rest verpufft wirkungslos. Außerdem sind viele alte Heizkessel zu groß dimensioniert, was den Energieverbrauch zusätzlich in die Höhe treibt. Auch etliche Anlagen, die zu Beginn der 90er Jahre installiert wurden, sind technisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Hier würde sich ein Austausch gegen moderne Heiztechnik ebenfalls lohnen.

Moderne Brennwerttechnik

Aktueller Stand der Heiztechnik ist die Brennwerttechnik. Moderne Öl-Brennwertgeräte beispielsweise nutzen die Energie zu beinahe 100 Prozent. Deshalb verbrauchen sie im Vergleich zu einem veralteten Heizkessel bis zu 30 Prozent weniger Brennstoff. Bei relativ moderaten Anschaffungskosten amortisieren sie sich über ihr Energieeinsparpotenzial in einem überschaubaren Zeitraum. Im Internet unter www.oelheizung.info gibt es mehr Informationen.

Förderprogramme für die Heizungssanierung

Die Anschaffung einer neuen Öl-Brennwertheizung kann gegenwärtig über ein zinsgünstiges Darlehen der KfW Förderbank (Programm “Wohnraum Modernisieren”) finanziert werden. In der Kombination mit einer Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung ist die Förderung im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) mit einem Kesseltauschbonus von 400 Euro möglich. Unter www.oelheizung.info/foerderung lässt sich eine individuelle Übersicht aller in Frage kommenden Fördermöglichkeiten erstellen. Berücksichtigt werden dabei Bundes-, Länder- und Kommunalprogramme.(djd/pt)

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Solarkollektoren für Warmwasser und Heizung

Die Solaranlage richtig planen

Solarabsorber übertragen die Kraft der Sonne in der Regel über Kupfermembranen an das Wärmemedium.  Foto: djd/www.wagner-solar.com

Solarabsorber übertragen die Kraft der Sonne in der Regel über Kupfermembranen an das Wärmemedium. Foto: djd/www.wagner-solar.com

(djd/pt). Beim Einsatz sogenannter Flachkollektoren muss man pro Person in einem Haushalt etwa 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche einplanen, um pro Tag rund 40 Liter 45 Grad warmes Wasser zu erzielen. Rund sechs Quadratmeter Flachkollektoren und ein Pufferspeicher mit rund 300 Litern genügen also in der Regel für einen vierköpfigen Haushalt. Zu berücksichtigen sind aber noch individuelle Faktoren wie die Lage des Hauses oder die regionale Sonnenscheindauer. Die genaue Planung sollte daher immer einem Fachbetrieb überlassen bleiben.

Solaranlagen ergänzen jede Heiztechnik

Installieren lässt sich eine Solarabsorber-Anlage mit geringem Aufwand und unabhängig von der Haupt-Heiztechnik im Haus: Sie kann mit normalen Heizkesseln, modernen Brennwertgeräten und Wärmepumpen genauso wie mit Brennern für erneuerbare Energie, etwa einem Holzpelletskessel, gekoppelt werden. Im Keller sorgt meist ein Solar-Pufferspeicher dafür, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit warmes Wasser zur Verfügung steht.

Kupfer fängt die Sonnenenergie ein

Kupfer spielt in den Solarkollektoren eine wichtige Rolle. Hier ist es seine Leitfähigkeit, die einen verlustarmen Übergang der Energie aus der Sonnenstrahlung an das Wärmeträgermedium im Kollektorsystem bewirkt. Dass man Kupfer dabei nicht sofort sieht, liegt an der aufgebrachten selektiven schwarzen Beschichtung des Absorbermetalls. Diese Beschichtung bewirkt eine hohe Absorption der Energie aus den Sonnenstrahlen – den Effekt kennt man von dunkel lackierten Autos, an denen man sich im Sommer die Finger verbrennen kann. Die dabei aufgenommene Wärmeenergie leitet das Kupfer nahezu verlustfrei an die Absorberflüssigkeit weiter, die es zur Nutzung ins Haus transportiert.

Auch das Trinkwassersystem im Pufferspeicher ist häufig aus Kupfer gearbeitet. Zum einen hat das rote Metall eine hohe Wärmeleitfähigkeit, die für eine verlustarme Erwärmung des Trinkwassers sorgt, zum anderen punkten hier auch seine bakteriziden, das heißt keimtötenden Eigenschaften, die es zum hygienisch einwandfreien Standardmaterial in der Hausinstallation gemacht haben

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