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Bauvertrag

Verträge gründlich prüfen und hart verhandeln

Verträge gründlich prüfen: Viele Bauverträge benachteiligen private Bauherren  Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Verträge gründlich prüfen: Viele Bauverträge benachteiligen private Bauherren Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

(djd/pt). Wenn sich Bauherren entschieden haben, wo ihr Haus stehen, wie es aussehen und in welcher Art es erstellt werden soll, dann kann es oft gar nicht schnell genug bis zum Baubeginn gehen. Übereilte Entscheidungen sind aber gerade bei der Unterzeichnung eines Bauvertrags nicht ohne Risiko. Analysen der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) haben ergeben, dass etliche der untersuchten Bauverträge unvollständig oder unklar waren. Es lohnt sich deshalb, genauer hinzuschauen.

Die wichtigsten Knackpunkte, auf die man vor der Unterschrift achten und die man auf jeden Fall hart nachverhandeln sollte, listet die BSB-Veröffentlichung Ratgeber aktuell “Prüfsteine zum Bauvertrag” auf. Der Ratgeber wurde anlässlich der Novelle des Forderungssicherungsgesetzes 2009 überarbeitet und an die neuen Regelungen angepasst. Er steht unter www.bsb-ev.de kostenlos zum Download bereit.

Viele Verbraucher unterschreiben Bauverträge auch deshalb vorschnell, weil sie von einem Rücktrittsrecht ausgehen, wie es etwa für Haustürgeschäfte gilt. Auch hier rät Peter Mauel, Rechtsanwalt und Vorsitzender des BSB, zur Vorsicht: “Selbst bei einer Unterzeichnung auf Messen gelten Bauverträge als rechtsverbindlich, und ein Rücktritt kann richtig teuer werden.” Von vermeintlichen Schnäppchen, die nur für kurze Zeit gültig sind, sollte man also besser die Finger lassen.

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Mit einfachen Mitteln, Energie sparen

Bewusster Umgang mit der Wohnumgebung verbessert die Heizkostenbilanz

Räume nicht überhitzen: Jedes Grad mehr schlägt mit einem etwa sechs Prozent höheren Verbrauch zu Buche. Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH

Räume nicht überhitzen: Jedes Grad mehr schlägt mit einem etwa sechs Prozent höheren Verbrauch zu Buche. Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH

(djd). Während das Niedrigenergiehaus im Neubau Standard ist, kämpfen viele Mieter oder Besitzer von Altbauten gegen steigende Heizkosten – oft mit einfachsten Mittel wie dem “Anti-Zugluft-Dackel” vor der Tür. Aber auch wer keine umfassende Sanierung in Angriff nehmen kann, findet Wege, seinen Energieverbrauch zu drosseln. Als Alternative zum textilen Dackel etwa sind Bürstendichtungen besser dazu geeignet, Spalten unter der Haus- und Wohnungstür dicht zu machen. Wenn bei alten Fenstern die Luft spürbar durch die Ritzen zwischen Rahmen und Fensterflügel zieht, können Dichtbänder, die es in jedem Baumarkt gibt, die Lage deutlich verbessern.

Stoßlüften statt kippen
Dauerhaft gekippte Fenster im Winter sorgen zwar für frische Luft, sind aber Gift für die Heizkosten. Die Wärme entweicht ungehindert, die umliegenden Wände kühlen aus. Besser ist in jedem Fall kontrolliertes Stoßlüften. Dazu werden die Fenster ganz, dafür aber nur wenige Minuten geöffnet. In jedem Fall gilt: Das Heizventil immer zudrehen, wenn das Fenster offen ist. Sonst wird unnötig Wärme nach außen verheizt. Luft im Heizungssystem kostet auch unnötige Energie, da sich das Heizwasser nicht optimal verteilen kann: Um sie aus den Radiatoren abzulassen, muss in der Regel nur eine einfache Entlüftungsschraube geöffnet werden.

Wege aus dem “Wärmestau”

Wo Rollläden vorhanden sind, sollten sie nachts geschlossen werden, da sie ein isolierendes Luftpolster vor den Fenstern bilden. Sperrige Möbel, dicke Gardinen oder gar Verkleidungen behindern dagegen die Wärmeabgabe von Heizkörpern. Diese sollten frei stehen und nicht verdeckt sein. Insbesondere Thermostate an den Reglern müssen die Raumtemperatur “fühlen” können und dürfen nicht im “Wärmestau” hinter Möbeln oder Vorhängen stecken. Wer die Wärmeabstrahlung in den Raum verbessern will, versieht die Wand hinter den Heizkörpern mit einer im Baumarkt erhältlichen reflektierenden Platte. Diese und weitere Energiespartipps gibt die Deutsche Energie-Agentur (dena) unter http://www.zukunft-haus.info.

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Wohnraummodernisierung mit staatlicher Unterstützung

Aus alt mach neu: mit staatlicher Unterstützung fällt die Modernisierung der eigenen vier Wände leichter.  Foto: djd/zimmermeister-modernisieren.de/Michael Schintze

Aus alt mach neu: mit staatlicher Unterstützung fällt die Modernisierung der eigenen vier Wände leichter. Foto: djd/zimmermeister-modernisieren.de/Michael Schintze

(djd/pt). Die eigenen vier Wände verbessern – und der Staat zahlt mit: Was fast zu schön klingt, um wahr zu sein, kann im Rahmen von KfW-Förderprogrammen wie “Wohnraum modernisieren” Wirklichkeit werden. Förderfähig sind grundsätzlich alle Maßnahmen, die der Verbesserung und Instandsetzung von Wohnraum dienen oder die Energieeffizienz des Hauses verbessern. Dazu zählen beispielsweise Ausbauten im Dachgeschoss, eine Aufstockung des Gebäudes, Anbauten zur Schaffung von mehr Wohnraum oder eine verbesserte Wärmedämmung von Wänden oder Dach.

Modernisierung genau planen

Vor dem Beginn von Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten kann ein Fachmann des Zimmererhandwerks eine Bestandsaufnahme im Haus machen und dem Hausbesitzer Vorschläge erarbeiten, wie er seine Modernisierungsziele am besten erreicht. Auf dieser Basis erstellen Zimmerer- und Holzbaubetriebe konkrete Angebote. Zu den reinen Umsetzungskosten kommen noch weitere Ausgaben etwa für Beratung, Baugenehmigung oder die Ausstellung eines Energieausweises. Sind von den Arbeiten mehr als zehn Prozent des Gebäudekörpers betroffen, muss das Haus danach den strengeren Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen. Das gleiche gilt auch für Aufstockungen und Anbauten. Holzbau hat sich hier besonders bewährt. Zum einen beeinträchtigt sein geringes Gewicht die Statik eines Gebäudes weit weniger als die Massivbauweise, zum anderen sind die Arbeiten in vergleichsweise kurzer Zeit zu erledigen. Der Holzbaufachmann weiß, worauf zu achten ist und wie sowohl statische Gegebenheiten als auch die neuen EnEV-Regeln eingehalten werden können (Handwerkeradressen und Informationen unter www.zimmermeister-modernisieren.de).

Finanzierung mit Augenmaß

Wenigstens 20 bis 40 Prozent der anfallenden Kosten sollten bei einer Modernisierung über Eigenkapital gedeckt sein, der Rest kann fremdfinanziert werden. Die Hausbank oder eine Bausparkasse berät über die Möglichkeiten verschiedener Finanzierungen und welche im Einzelfall am besten passt. Auf keinen Fall sollte man die verschiedenen Förderprogramme der KfW-Förderbank außer Acht lassen, die ebenfalls über Hausbank oder Bausparkasse angefordert werden können. Neben “Wohnraum modernisieren” können auch Programme wie “Energieeffizient sanieren” oder “Energieeffizient bauen” für die Finanzierung in Betracht kommen.

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