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Zuschuss für energetische Sanierung

Beachtliches Potenzial zur Emissionsreduzierung im Gebäudebestand

Einfache Förderbedingungen bei der Aktion Energie-Gewinner: Je höher die Energieeinsparung, umso höher auch der Zuschuss. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) fördert ausgewählte energetische Haussanierungen. Info: www.oelheizung.info/energiegewinner Foto: djd/IWO - Institut f. wirtschaftliche Oelheizung e.V.

Einfache Förderbedingungen bei der Aktion Energie-Gewinner: Je höher die Energieeinsparung, umso höher auch der Zuschuss. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) fördert ausgewählte energetische Haussanierungen. Info: www.oelheizung.info/energiegewinner Foto: djd/IWO - Institut f. wirtschaftliche Oelheizung e.V.

Hausbesitzer, die planen, ihr Gebäude energetisch auf Vordermann zu bringen, können sich bis Ende 2011 als “Energie-Gewinner” beim Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) bewerben und haben damit die Chance auf eine zusätzliche Förderung: Pro jährlich eingesparter Kilowattstunde (kWh) Primärenergie winken 25 Cent Zuschuss. Eine Energieersparnis von beispielsweise 16.000 kWh Primärenergie durch die Erneuerung der Heizung auf Öl-Brennwerttechnik bringt 4.000 Euro Zuschuss. Auf www.oelheizung.info/energiegewinner gibt es mehr dazu.

(djd/pt). Mehr als ein Drittel des gesamten deutschen Energiebedarfs entfällt auf die Wärmeversorgung von Gebäuden. Davon sind rund 80 Prozent älter als 30 Jahre. Und nur etwa 13 Prozent der hierzulande installierten Heizgeräte entsprechen in Sachen Energieeffizienz und erneuerbare Energien dem Stand der Technik.

Dementsprechend liegt im Gebäudebestand ein großes Potenzial, um Energie einzusparen – und in gleichem Umfang die klimarelevanten Emissionen zu senken. Bis zu 40 Prozent Energie kann allein durch den Einsatz effizienter Heiztechnik mit der Einkopplung von Solarthermie eingespart werden. Zugleich weist diese Maßnahme eine sehr gute Kosten-Nutzen-Bilanz auf, die durch die Inanspruchnahme staatlicher Fördermittel noch verbessert wird.

Neue Heizung amortisiert sich schnell

Die Anschaffung einer neuen Öl-Solar-Heizung zahlt sich – verglichen mit Maßnahmen wie einer Fassadendämmung oder einer Fenstererneuerung – innerhalb eines überschaubaren Zeitraums über die Energieersparnis aus. Der Austausch von veralteter Heiztechnik gegen ein Öl-Brennwertgerät und eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung in einem Einfamilienhaus kostet durchschnittlich etwa 12.500 Euro. Bei einem Jahresverbrauch von beispielsweise 4.500 Litern Heizöl können so bis zu 1.800 Liter eingespart werden. Das entspricht bei einem Heizölpreis von 54 Cent je Liter (Durchschnittspreis 2009 in Deutschland bei Abnahme von 3000 Litern Heizöl) knapp 1.000 Euro geringereren Heizenergiekosten pro Jahr. Damit hätte sich die neue Heizung schon nach knapp 13 Jahren amortisiert. Je nach Entwicklung des Heizölpreises und der staatlichen Förderung für energetische Modernisierungen kann sich dieser Zeitraum sogar noch verkürzen .

Gebäudedämmung ist effektiv, aber teuer

Durch eine umfangreiche Verbesserung der Wärmedämmung können im Gebäudebereich nochmals bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden. Um diese Größenordnung über Maßnahmen an der Gebäudehülle zu erreichen, ist die erforderliche Investition allerdings häufig mehr als doppelt so hoch wie für eine neue Heizung. Entsprechend verlängert sich auch die Amortisationszeit.

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Mit einfachen Mitteln, Energie sparen

Bewusster Umgang mit der Wohnumgebung verbessert die Heizkostenbilanz

Räume nicht überhitzen: Jedes Grad mehr schlägt mit einem etwa sechs Prozent höheren Verbrauch zu Buche. Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH

Räume nicht überhitzen: Jedes Grad mehr schlägt mit einem etwa sechs Prozent höheren Verbrauch zu Buche. Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH

(djd). Während das Niedrigenergiehaus im Neubau Standard ist, kämpfen viele Mieter oder Besitzer von Altbauten gegen steigende Heizkosten – oft mit einfachsten Mittel wie dem “Anti-Zugluft-Dackel” vor der Tür. Aber auch wer keine umfassende Sanierung in Angriff nehmen kann, findet Wege, seinen Energieverbrauch zu drosseln. Als Alternative zum textilen Dackel etwa sind Bürstendichtungen besser dazu geeignet, Spalten unter der Haus- und Wohnungstür dicht zu machen. Wenn bei alten Fenstern die Luft spürbar durch die Ritzen zwischen Rahmen und Fensterflügel zieht, können Dichtbänder, die es in jedem Baumarkt gibt, die Lage deutlich verbessern.

Stoßlüften statt kippen
Dauerhaft gekippte Fenster im Winter sorgen zwar für frische Luft, sind aber Gift für die Heizkosten. Die Wärme entweicht ungehindert, die umliegenden Wände kühlen aus. Besser ist in jedem Fall kontrolliertes Stoßlüften. Dazu werden die Fenster ganz, dafür aber nur wenige Minuten geöffnet. In jedem Fall gilt: Das Heizventil immer zudrehen, wenn das Fenster offen ist. Sonst wird unnötig Wärme nach außen verheizt. Luft im Heizungssystem kostet auch unnötige Energie, da sich das Heizwasser nicht optimal verteilen kann: Um sie aus den Radiatoren abzulassen, muss in der Regel nur eine einfache Entlüftungsschraube geöffnet werden.

Wege aus dem “Wärmestau”

Wo Rollläden vorhanden sind, sollten sie nachts geschlossen werden, da sie ein isolierendes Luftpolster vor den Fenstern bilden. Sperrige Möbel, dicke Gardinen oder gar Verkleidungen behindern dagegen die Wärmeabgabe von Heizkörpern. Diese sollten frei stehen und nicht verdeckt sein. Insbesondere Thermostate an den Reglern müssen die Raumtemperatur “fühlen” können und dürfen nicht im “Wärmestau” hinter Möbeln oder Vorhängen stecken. Wer die Wärmeabstrahlung in den Raum verbessern will, versieht die Wand hinter den Heizkörpern mit einer im Baumarkt erhältlichen reflektierenden Platte. Diese und weitere Energiespartipps gibt die Deutsche Energie-Agentur (dena) unter http://www.zukunft-haus.info.

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Energie sparen – Klima und Haushaltskasse entlasten

Heizungsmodernisierung ist eine Investition, die sich rentiert

Staatliche Fördergelder erleichtern den Umstieg auf energiesparende Heiztechniken mit erneuerbaren Energien. Foto: djd/VdZ

Staatliche Fördergelder erleichtern den Umstieg auf energiesparende Heiztechniken mit erneuerbaren Energien. Foto: djd/VdZ

(djd). Die Energiepreise zählen in privaten Haushalten zu den größten Kostentreibern. Die Verbesserung der energetischen Qualität des eigenen Zuhauses steht daher bei vielen weit oben auf der Wunschliste. Doch leider gibt es nicht das eine, für alle Fälle optimale Heizungssystem etwa mit Erneuerbaren Energien. Neben der Frage, ob zuerst in eine Dämmung der Gebäudehülle oder in die Modernisierung der Heizungsanlage investiert werden soll, spielen auch Faktoren wie die bestehende Heiztechnik, die Wohnregion und die verfügbaren Energieträger eine Rolle. “Eine zwingende Reihenfolge zur Modernisierung gibt es nicht”, meint Horst Eisenbeis, Geschäftsführer der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ). Die Heizungsmodernisierung weist, so Eisenbeis, aber meist das bessere Kosten-Nutzen-Verhältnis aus, zudem investiert der Staat über Fördergelder kräftig mit (Fördermitteldatenbank unter http://www.intelligent-heizen.info).

Auswahl des Heizsystems mit fachmännischem Rat

Welches Heizungssystem sinnvoll ist, kann ein technischer Laie alleine kaum beurteilen. Gefragt sind daher immer der Rat und die Kompetenz eines Fachhandwerkers für Sanitär-Heizung-Klima (SHK). Um ein individuell auf das Gebäude und das verfügbare Budget zugeschnittenes Konzept zu erhalten, ist zum Beispiel der standardisierte Heizungs-Check nach DIN EN 15378 hilfreich.

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