Artikel getaggt mit Dämmwerte

Geld vom Staat

Fußbodenheizungen strahlen Wärme gleichmäßig ab und bewirken so ein angenehmes Raumklima. Daher entscheiden sich immer mehr Bauherren dafür, die Heizung direkt in die Bodenplatte zu integrieren.  Foto: djd/AxxFloor

Fußbodenheizungen strahlen Wärme gleichmäßig ab und bewirken so ein angenehmes Raumklima. Daher entscheiden sich immer mehr Bauherren dafür, die Heizung direkt in die Bodenplatte zu integrieren. Foto: djd/AxxFloor

Aus Sicht von Architekten vereinen Thermobodenplatten gleich mehrere Vorteile: Dank der guten Dämmwirkung sparen sie Energiekosten ein und tragen somit zum Umweltschutz bei. Mit einer Fußbodenheizung, ist zugleich für wohlige und gesunde Wärme gesorgt. Die Bausubstanz wird erhalten und wirksam vor Nässe und Frost geschützt – auf Dauer steigt der Wiederverkaufswert einer Immobilie. Wer die Thermobodenplatte mit der Installation einer Wärmepumpe verbindet, kann staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen.

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Erneuerbaren Energien die Wärme der Zukunft

 	Dank verbesserter Dämmung und einer modernen Holzpellets-Heizung leben die Bewohner dieser über 350 Jahre alten Mühle heute weitaus günstiger und komfortabler als die Erbauer im 17. Jahrhundert.  Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH

Dank verbesserter Dämmung und einer modernen Holzpellets-Heizung leben die Bewohner dieser über 350 Jahre alten Mühle heute weitaus günstiger und komfortabler als die Erbauer im 17. Jahrhundert. Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH

(djd/pt). Viele Energieexperten sehen die Welt bereits auf das Ende des fossilen Zeitalters zusteuern. Nur Pessimisten rechnen allerdings damit, dass deshalb bald die Lichter ausgehen oder man im Winter frieren muss. Einer der Auswege ist die Senkung des Energieverbrauchs:
Ein gut gedämmtes Gebäude mit geringem Energieverbrauch und dazu die Kombination mit erneuerbaren Energien sind der beste Garant gegen zukünftige Energiepreissteigerungen und schafft Versorgungssicherheit – in Neubau und Sanierung.

Klima schützen mit Mehrwert

Ein guter Energiestandard des eigenen Heims ist aber nicht nur ein Gebot des Klimaschutzes, sondern rechnet sich auch langfristig. Denn energetische Modernisierungsmaßnahmen senken die Heizkosten und heben den Wert einer Immobilie, wenn sie einmal verkauft oder vermietet werden soll. Im Falle eines Verkaufs oder einer Vermietung ist der Energieausweis zudem für alle Wohngebäude und selbst für nicht zu Wohnzwecken genutzte Gebäude Pflicht und zeigt Interessenten auf einen Blick, ob sie mit hohen oder niedrigen Folgekosten rechnen müssen. Den Einstieg in eine energieeffiziente Zukunft erleichtert der Staat zum Beispiel mit dem Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien des BAFA und dem KfW-Programm “Energieeffizient Sanieren”.

Denkmalschutz trifft Klimaschutz

Wie gut selbst Denkmalschutz und erneuerbare Energien zusammenpassen, zeigen Beispiele aus dem Wettbewerb “Mehr Wert”, den die Deutsche Energie-Agentur (dena) 2009 durchgeführt hat. Einer der Gewinner ist eine Mühle im fränkischen Fürth. Sie bezieht ihre Wärmeenergie heute wieder aus der gleichen Quelle, die schon zur Zeit ihrer Errichtung im Jahr 1650 die Bewohner warm hielt: aus Holz. Dank einer mit nachwachsenden Rohstoffen verbesserten Dämmung und einer modernen Holzpellets-Heizung gestaltet sich das Leben für die Bewohner heute aber deutlich günstiger und komfortabler.

Weitere Effizienzhäuser zum Anschauen gibt es im Internet unter www.zukunft-haus.info/effizienzhaus-datenbank: Eine umfangreiche Datenbank liefert in wenigen Schritten Beispielhäuser in ganz Deutschland. Zukünftig werden energieeffiziente Wohnhäuser auf den ersten Blick erkennbar sein: Die dena hat ein neues Gütesiegel “Effizienzhaus” entwickelt, das einen sehr niedrigen Energiebedarf dokumentiert. Wer das “Effizienzhaus”-Label der dena nutzen will, muss die energetische Qualität seines Gebäudes anhand eines Energieausweises mit dena-Gütesiegel nachweisen.

Umfangreiche Informationen zu dem Gütesiegel, der Nutzung erneuerbarer Energien und Fördermöglichkeiten gibt die dena im Internet unter www.zukunft-haus.info

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Energetische Modernisierung

Baumängel gefährden die Ökobilanz

Damit eine Energiespar-Modernisierung sich langfristig rechnet, muss auf eine perfekte Planung und Ausführung der Arbeiten geachtet werden. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.

Damit eine Energiespar-Modernisierung sich langfristig rechnet, muss auf eine perfekte Planung und Ausführung der Arbeiten geachtet werden. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.

(djd/pt). Das Thema Energiesparen treibt nicht nur Bauherren, sondern auch die Besitzer älterer Immobilien um. Nie zuvor gab es so viele Fördermöglichkeiten für die energetische Modernisierung, zugleich hat der Gesetzgeber die Latte aber auch im Bestandsbau höher gelegt. So muss beispielsweise nach der Aktualisierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) künftig auch ein modernisiertes Bauteil den EnEV-Anforderungen an den Neubau entsprechen, wenn mehr als zehn Prozent der Gebäudehülle von der Modernisierung betroffen ist.

Hohe zusätzliche Energiekosten bei Planungs- und Baumängeln

Planungs- und Baumängel während einer Modernisierung können die Erreichung dieser energetischen Einsparziele gefährden. Wird die Dämmstoffstärke etwa zu dünn ausgelegt, erhöht sich der Wärmedurchgang. Bei einer Reduzierung der Schichtdicke um nur 15 Prozent können in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus zusätzliche Energiekosten von deutlich über 1.500 Euro in 20 Jahren anfallen, fand die Studie “Abhängigkeit von Bauqualität und Energieeffizienz bei Wohngebäuden” heraus, die das Institut für Bauforschung Hannover (IFB) im Auftrag der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) durchgeführt hat.

Noch höher fallen die Energieverluste nach dieser Studie aus, wenn die Gebäudehülle nur zu fünf Prozent nicht gemäß der Planung gedämmt war. Mit weit über 2.000 Euro zusätzlichen Energiekosten schlagen die dabei entstandenen Wärmebrücken in einem Zeitraum von 20 Jahren zu Buche. Ist das Dämmmaterial, das eingebaut wurde, zu 50 Prozent durchfeuchtet, so erhöht sich die Leitfähigkeit so stark, dass die Heizkosten um knapp 20 Prozent steigen.

Verfehlung der Energiesparziele gefährdet Förderung

Neben den Mehrausgaben für die Heizung drohen Modernisierern aber weitere Verluste. Entspricht das Haus nach einer Sanierung nicht dem angepeilten Energiestandard, kann die Auszahlung von Fördergeldern verweigert werden. In vielen Fällen werden teure Nachbesserungs- oder Austauscharbeiten fällig. Wer sich von vornherein die unabhängige Beratung und Baubegleitung durch einen Bauherrenberater sichert, kann sich vor solchen unangenehmen Folgen schützen (Adressen und weitere Infos unter www.bsb-ev.de). Bereits während der Planungsphase, vor allem aber während der Modernisierungsarbeiten selbst und bei der Bauabnahme kann ein neutraler Berater darauf achten, dass die Planungsziele in vollem Umfang erreicht werden.

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Zellulosedämmstoff – Gute Neuigkeiten aus alten Zeitungen

Zellulosedämmstoff lässt sich einfach und sicher verarbeiten

Foto: djd/Isocell  Einblasen statt einbauen: Zellulosefaserdämmung aus Recycling-Zeitungspapier.

Foto: djd/Isocell Einblasen statt einbauen: Zellulosefaserdämmung aus Recycling-Zeitungspapier.

(djd). Nichts ist so uninteressant wie die Neuigkeiten von gestern – es sei denn, man nutzt sie oder zumindest das Papier, auf dem sie gedruckt wurden, sinnvoll. Bereits seit Jahrzehnten im Einsatz, punktet Zellulosedämmung aus Altpapier, das aufgefasert und mit unbedenklichen Boratsalzen gegen Feuer, Ungeziefer und Schimmel geschützt ist, durch ihre gute Wärmedämmwirkung und ihre ökologisch sinnvolle Erzeugung.

Besonders geeignet für eine Sanierung macht sie ihr einfacher Einbau: Weder müssen auf der Baustelle Lagerflächen wie für Plattendämmelemente vorgehalten werden, noch gibt es nach der Verarbeitung Materialreste zur Entsorgung. Die Verarbeitung erfolgt direkt vom Lkw aus. Ein Schlauch transportiert das Fasermaterial zum Einbauort und bläst es dort etwa hinter Gipskartonplatten oder zwischen die Dachsparren ein (Informationen: http://www.klugdaemmen.de).

Die Arbeiten sind in kurzer Zeit erledigt, und Einbaufehler wie etwa Kältebrücken durch unsauberen Zuschnitt von Dämmplatten vermeidet das Gebläseverfahren zuverlässig. Die Wasseraufnahmefähigkeit der Zellulose wirkt sich zudem ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit der Räume aus und vermeidet Kondensnässe- und Schimmelbildung. Zellulosedämmung aufgesprüht und verputzt, wird wegen ihrer kapillar leitenden Eigenschaften als Innendämmung von massiven Wänden eingesetzt. So können zum Beispiel Fachwerkhäuser oder andere Bauten mit denkmalgeschützten Fassaden energetisch saniert werden.

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Ökologisch sinnvoll dämmen

Welcher Naturdämmstoff für welches Einsatzgebiet?

(djd). Mehr als ein Drittel der Bundesbürger möchte laut einer Emnid-Umfrage im Auftrag der BHW-Bausparkasse in diesem Jahr ihre Häuser und Wohnungen auf Vordermann bringen. Priorität genießt dabei die Wärmedämmung, denn aus ökonomischer und ökologischer Sicht kann es sich heute niemand mehr leisten, buchstäblich zur Wand oder zum Dach hinaus zu heizen.

Foto: djd/Hock

Foto: djd/Hock


Nachhaltige Dämmung

Als Dämmstoffe zunehmend beliebter werden Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, die mit guter bautechnischer Qualität und einem angenehmen Wohnklima punkten (mehr Informationen: http://www.natur-baustoffe.info). Ihre Produktion ist in der Regel weniger energieaufwendig als die fossiler und mineralischer Produkte aus Glas- oder Steinwolle oder Polystyrol, die außerdem auch nur bedingt recyclebar sind.

Fassade

Bei der Außendämmung der Gebäudehülle können Bauherren massives Mauerwerk mit Wärmedämmverbundsystemen aus Holzfaser- bzw. Korkplatten oder Schilfmatten dämmen. Diese Variante bietet einen ebenso guten winterlichen wie sommerlichen Wärmeschutz und beugt unerwünschtem Algenwachstum vor, da die Oberflächen weniger stark auskühlen. Oder aber man setzt eine Holzkonstruktion vor die Fassade und füllt diese mit losen Dämmstoffen wie Flachs, Hanf oder Zellulose auf.
Für einen Neubau in Holzbauweise sind grundsätzlich alle Naturdämmstoffe geeignet und stellen eine passende Ergänzung zum Konstruktionswerkstoff Holz dar.

Prima Klima unterm Dach

Ideal sind Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen beim Ausbau von Dachgeschossen, da sie das Eindringen sommerlicher Hitze besonders lange verhindern. Als Aufdachdämmung bieten sich feste Holzfaserdämmplatten an, zwischen den Sparren eignen sich Matten- und Einblasdämmstoffe. Während Mattendämmstoffe, zum Beispiel aus Hanf oder Flachs, sehr selbstbaufreundlich sind, werden lose Dämmstoffe wie Zellulose-, Hanf- oder Holzfasern von Fachbetrieben in die Konstruktion eingeblasen, wobei eine besonders hohen Fugendichtheit erreicht wird.

Sonderfall Innendämmung

Sogar Fachwerk-Fassaden oder denkmalgeschützte Gebäude müssen auf einen adäquaten Wärmeschutz nicht verzichten, der innen an die Außenwand angebracht wird. Aus bauphysikalischer Sicht gilt es dabei jedoch, größte Sorgfalt walten zu lassen, da sonst die Gefahr der Tauwasserbildung besteht.
Durch ihre hohe Feuchtigkeitstoleranz und die Möglichkeit einer diffusionsoffenen Bauweise sind Naturdämmstoffe hier in der Regel von Vorteil. Welcher Naturdämmstoff im konkreten Fall am besten geeignet ist, sollte durch einen Fachmann entschieden werden.

Weitere Informationen: http://www.natur-baustoffe.de

Ausführliche Beratung

Eine kostenlose, herstellerneutrale Beratung rund um das Thema Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen gibt es bei der Fachberatung Bauen & Wohnen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (Telefon: 03843-6930-180; E-Mail: info@natur-baustoffe.info).

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