Zellulosedämmstoff lässt sich einfach und sicher verarbeiten

Foto: djd/Isocell Einblasen statt einbauen: Zellulosefaserdämmung aus Recycling-Zeitungspapier.
(djd). Nichts ist so uninteressant wie die Neuigkeiten von gestern – es sei denn, man nutzt sie oder zumindest das Papier, auf dem sie gedruckt wurden, sinnvoll. Bereits seit Jahrzehnten im Einsatz, punktet Zellulosedämmung aus Altpapier, das aufgefasert und mit unbedenklichen Boratsalzen gegen Feuer, Ungeziefer und Schimmel geschützt ist, durch ihre gute Wärmedämmwirkung und ihre ökologisch sinnvolle Erzeugung.
Besonders geeignet für eine Sanierung macht sie ihr einfacher Einbau: Weder müssen auf der Baustelle Lagerflächen wie für Plattendämmelemente vorgehalten werden, noch gibt es nach der Verarbeitung Materialreste zur Entsorgung. Die Verarbeitung erfolgt direkt vom Lkw aus. Ein Schlauch transportiert das Fasermaterial zum Einbauort und bläst es dort etwa hinter Gipskartonplatten oder zwischen die Dachsparren ein (Informationen: http://www.klugdaemmen.de).
Die Arbeiten sind in kurzer Zeit erledigt, und Einbaufehler wie etwa Kältebrücken durch unsauberen Zuschnitt von Dämmplatten vermeidet das Gebläseverfahren zuverlässig. Die Wasseraufnahmefähigkeit der Zellulose wirkt sich zudem ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit der Räume aus und vermeidet Kondensnässe- und Schimmelbildung. Zellulosedämmung aufgesprüht und verputzt, wird wegen ihrer kapillar leitenden Eigenschaften als Innendämmung von massiven Wänden eingesetzt. So können zum Beispiel Fachwerkhäuser oder andere Bauten mit denkmalgeschützten Fassaden energetisch saniert werden.

