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Wohnraummodernisierung mit staatlicher Unterstützung

Aus alt mach neu: mit staatlicher Unterstützung fällt die Modernisierung der eigenen vier Wände leichter.  Foto: djd/zimmermeister-modernisieren.de/Michael Schintze

Aus alt mach neu: mit staatlicher Unterstützung fällt die Modernisierung der eigenen vier Wände leichter. Foto: djd/zimmermeister-modernisieren.de/Michael Schintze

(djd/pt). Die eigenen vier Wände verbessern – und der Staat zahlt mit: Was fast zu schön klingt, um wahr zu sein, kann im Rahmen von KfW-Förderprogrammen wie “Wohnraum modernisieren” Wirklichkeit werden. Förderfähig sind grundsätzlich alle Maßnahmen, die der Verbesserung und Instandsetzung von Wohnraum dienen oder die Energieeffizienz des Hauses verbessern. Dazu zählen beispielsweise Ausbauten im Dachgeschoss, eine Aufstockung des Gebäudes, Anbauten zur Schaffung von mehr Wohnraum oder eine verbesserte Wärmedämmung von Wänden oder Dach.

Modernisierung genau planen

Vor dem Beginn von Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten kann ein Fachmann des Zimmererhandwerks eine Bestandsaufnahme im Haus machen und dem Hausbesitzer Vorschläge erarbeiten, wie er seine Modernisierungsziele am besten erreicht. Auf dieser Basis erstellen Zimmerer- und Holzbaubetriebe konkrete Angebote. Zu den reinen Umsetzungskosten kommen noch weitere Ausgaben etwa für Beratung, Baugenehmigung oder die Ausstellung eines Energieausweises. Sind von den Arbeiten mehr als zehn Prozent des Gebäudekörpers betroffen, muss das Haus danach den strengeren Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen. Das gleiche gilt auch für Aufstockungen und Anbauten. Holzbau hat sich hier besonders bewährt. Zum einen beeinträchtigt sein geringes Gewicht die Statik eines Gebäudes weit weniger als die Massivbauweise, zum anderen sind die Arbeiten in vergleichsweise kurzer Zeit zu erledigen. Der Holzbaufachmann weiß, worauf zu achten ist und wie sowohl statische Gegebenheiten als auch die neuen EnEV-Regeln eingehalten werden können (Handwerkeradressen und Informationen unter www.zimmermeister-modernisieren.de).

Finanzierung mit Augenmaß

Wenigstens 20 bis 40 Prozent der anfallenden Kosten sollten bei einer Modernisierung über Eigenkapital gedeckt sein, der Rest kann fremdfinanziert werden. Die Hausbank oder eine Bausparkasse berät über die Möglichkeiten verschiedener Finanzierungen und welche im Einzelfall am besten passt. Auf keinen Fall sollte man die verschiedenen Förderprogramme der KfW-Förderbank außer Acht lassen, die ebenfalls über Hausbank oder Bausparkasse angefordert werden können. Neben “Wohnraum modernisieren” können auch Programme wie “Energieeffizient sanieren” oder “Energieeffizient bauen” für die Finanzierung in Betracht kommen.

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Regenwasser nutzen und sparen

Das Regenwasser sinnvoll nutzen

Ein Regenwassertank entlastet nicht nur die Umwelt, sondern spart auch wertvolles und teures Trinkwasser.  Foto: djd/Otto Graf

Ein Regenwassertank entlastet nicht nur die Umwelt, sondern spart auch wertvolles und teures Trinkwasser. Foto: djd/Otto Graf

Intelligente Bewirtschaftung hilft auch gegen Flächenversiegelung

(djd/pt). Die Diskussion um den Klimawandel hat andere Umweltthemen in den Hintergrund gedrängt – gelöst sind sie deshalb noch lange nicht. Der Flächenverbrauch von Boden etwa ist nicht nur ein Problem bei der Rodung der Regenwälder im Tropengürtel der Erde, sondern gerade auch in dicht besiedelten Ländern wie Deutschland. Die Folgen spürt man unmittelbar. Wo immer mehr Bodenflächen durch Straßen, Häuser, Plätze oder Gewerbebauten versiegelt werden, kann das Regenwasser nicht mehr natürlich im Boden versickern. Es sucht sich stattdessen den schnellsten Weg in die Flüsse. Dass diese selbst im Sommer immer öfter über die Ufer treten, ist eben nicht nur eine Folge des Klimawandels und zunehmender Starkregenereignisse, sondern auch der Flächenversiegelung. Täglich wird nach Berechnungen des Bundesverbandes Boden e.V. in Deutschland eine Bodenfläche überbaut, die 130 Fußballfeldern entspricht.

Regionale Förderungen für den sinnvollen Umgang mit der Ressource Wasser

Ein Rückbau der versiegelten Flächen ist nur selten möglich, mit technischer Hilfe lässt sich aber der natürliche Rückhalt des Regenwassers zumindest teilweise wiederherstellen. Versickerungssysteme sorgen dafür, dass das Wasser auch unter überbaute Flächen gelangen und dort auf natürliche Weise im Boden versickern kann. Damit ist der Kreislauf des Regenwassers, das ja auch die Grundwasserreserven auffüllt, teilweise wiederhergestellt. Beim Neubau von Industrieanlagen und Großparkplätzen sind Versickerungssysteme vielerorts bereits vorgeschrieben, doch auch private Haushalte können mit dieser Technik einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Viele Gemeinden und Wasserwerke geben für eine sinnvolle Regenwasserbewirtschaftung auch Privathaushalten Nachlässe auf die Abwassergebühren oder fördern den Einbau entsprechender Anlagen mit Zuschüssen. Eine bundesweite gesetzliche Regelung dafür gibt es zwar nicht, es lohnt sich aber, bei der Gemeinde und dem zuständigen Wasserwerk nachzufragen, welche Fördermöglichkeiten konkret vorhanden sind.

Regenwasser nutzen und sparen

Im privaten Hausbau ist in der Regel eine Kombination aus Regenwassernutzung und -versickerung interessant. Zunächst wird dabei das Wasser in Regenwassertanks aufgefangen. Die klassische Regentonne hat hierbei ausgedient. Moderne Regenspeicher gibt es in Form einer Mauer, Säule oder Amphore. Wenn das nicht passt oder man noch mehr Wasser speichern möchte, dann empfiehlt sich ein großvolumiger Erdtank. Für Hausbesitzer, die mit Regenwasser nur den Garten gießen wollen, genügen Aufstell- oder kleinere Erdtanks. Wer zusätzlich die größten Wasserschlucker wie Waschmaschine oder Toilettenspülung auf Regenwasser umstellen will, fährt mit großvolumigen Erdtanks am besten. In moderne Tanksysteme kann die gesamte Filter- und Pumpentechnik integriert werden (mehr unter www.graf-online.de). So spart der Tankbesitzer bis zu 50 Prozent Trinkwasser und entlastet seine Wasserrechnung.

Überschüssiges Regenwasser, das der Tank nicht mehr aufnehmen kann, landet danach nicht in der Kanalisation, sondern wird in Versickerungssysteme geleitet. Diese können sich auch unter versiegelten Flächen wie der Terrasse oder der Garageneinfahrt verbergen.

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Energetische Modernisierung

Baumängel gefährden die Ökobilanz

Damit eine Energiespar-Modernisierung sich langfristig rechnet, muss auf eine perfekte Planung und Ausführung der Arbeiten geachtet werden. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.

Damit eine Energiespar-Modernisierung sich langfristig rechnet, muss auf eine perfekte Planung und Ausführung der Arbeiten geachtet werden. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.

(djd/pt). Das Thema Energiesparen treibt nicht nur Bauherren, sondern auch die Besitzer älterer Immobilien um. Nie zuvor gab es so viele Fördermöglichkeiten für die energetische Modernisierung, zugleich hat der Gesetzgeber die Latte aber auch im Bestandsbau höher gelegt. So muss beispielsweise nach der Aktualisierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) künftig auch ein modernisiertes Bauteil den EnEV-Anforderungen an den Neubau entsprechen, wenn mehr als zehn Prozent der Gebäudehülle von der Modernisierung betroffen ist.

Hohe zusätzliche Energiekosten bei Planungs- und Baumängeln

Planungs- und Baumängel während einer Modernisierung können die Erreichung dieser energetischen Einsparziele gefährden. Wird die Dämmstoffstärke etwa zu dünn ausgelegt, erhöht sich der Wärmedurchgang. Bei einer Reduzierung der Schichtdicke um nur 15 Prozent können in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus zusätzliche Energiekosten von deutlich über 1.500 Euro in 20 Jahren anfallen, fand die Studie “Abhängigkeit von Bauqualität und Energieeffizienz bei Wohngebäuden” heraus, die das Institut für Bauforschung Hannover (IFB) im Auftrag der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) durchgeführt hat.

Noch höher fallen die Energieverluste nach dieser Studie aus, wenn die Gebäudehülle nur zu fünf Prozent nicht gemäß der Planung gedämmt war. Mit weit über 2.000 Euro zusätzlichen Energiekosten schlagen die dabei entstandenen Wärmebrücken in einem Zeitraum von 20 Jahren zu Buche. Ist das Dämmmaterial, das eingebaut wurde, zu 50 Prozent durchfeuchtet, so erhöht sich die Leitfähigkeit so stark, dass die Heizkosten um knapp 20 Prozent steigen.

Verfehlung der Energiesparziele gefährdet Förderung

Neben den Mehrausgaben für die Heizung drohen Modernisierern aber weitere Verluste. Entspricht das Haus nach einer Sanierung nicht dem angepeilten Energiestandard, kann die Auszahlung von Fördergeldern verweigert werden. In vielen Fällen werden teure Nachbesserungs- oder Austauscharbeiten fällig. Wer sich von vornherein die unabhängige Beratung und Baubegleitung durch einen Bauherrenberater sichert, kann sich vor solchen unangenehmen Folgen schützen (Adressen und weitere Infos unter www.bsb-ev.de). Bereits während der Planungsphase, vor allem aber während der Modernisierungsarbeiten selbst und bei der Bauabnahme kann ein neutraler Berater darauf achten, dass die Planungsziele in vollem Umfang erreicht werden.

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