Heimwerken gehört zu den liebsten Hobbys der Deutschen

(djd/pt). Die Wirtschaftskrise und die damit verbundenen finanziellen Engpässe in den Haushaltskassen lassen die Deutschen immer öfter selbst zu Pinsel, Hammer und Bohrmaschine greifen. Heimwerken erfährt eine echte Renaissance und gehört inzwischen zu den liebsten Hobbys der Deutschen. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos im Auftrag der Robert Bosch AG gaben 73 Prozent der Befragten an, dass sie angesichts der unsicheren Zeiten kleinere Reparaturarbeiten und Verschönerungsprojekte vermehrt selbst ausführen. Immerhin 43 Prozent bekannten, dass sie auch gerne einmal über ihren Schatten springen und sich an Projekte wagen, die ihnen bisher zu anspruchsvoll erschienen.

Vorbereitung nicht vergessen

Doch Geld zu sparen ist nur einer der Gründe dafür, dass Heimwerken einen ungeahnten Aufschwung erlebt. Viele passionierte Hobbyhandwerker haben vor allem Freude und Spaß am Basteln und Hämmern, das ihnen zugleich als Ausgleich zum stressigen Büroalltag dient. Nicht zuletzt wollen sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und stolz die eigenen Werke präsentieren. Wer sich jedoch unvorbereitet und allzu ahnungslos an die Arbeit macht, riskiert Unfälle, denn nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin verletzen sich mehr als 300.000 Heimwerker jährlich. “Leichtsinn durch unsachgemäßen Gebrauch von Geräten kann zu Unfällen führen”, warnt Reinhold Auth von der DIY (do it yourself) Academy in Köln. Er rät dazu, die Gebrauchsanweisung der Maschinen richtig und ausführlich zu lesen sowie diese sachgemäß einzusetzen.

Schutzkleidung gegen Unfälle

Selbstverständlich darf auch die passende Schutzausrüstung nicht zu kurz kommen. Die Experten der Aktion “Das sichere Haus” empfehlen Korbschutzbrillen, die das Auge vor herumfliegenden kleinen Materialteilen bewahren. Ein Hörschutz mit guter Schalldämmung ist ab einer Lautstärke von 85 Dezibel notwendig, und Handschuhe aus Textil oder Leder schützen die Haut vor Schnittverletzungen oder ätzenden Flüssigkeiten. Bei Spritzarbeiten mit Farbe ist zudem ein Mund- und Atemschutz vonnöten.