Im Winter warm, im Sommer kühl

Wie bei einem Gewächshaus wird die das Innenhaus umgebende Luft über transparente Flächen aus Plexiglas, auf das der Hersteller 30 Jahre Garantie gibt, von der Sonne erwärmt. Foto: djd/Bio-Solar-Haus
Natürliches Raumklima ohne Lüftungstechnik
Mehr als die Hälfte seines Wärmebedarfs gewinnt das Haus aus der Sonneneinstrahlung. Den Rest besorgt ein Kaminofen, der mit günstigem Stückholz befeuert wird. Das macht unabhängig von fossilen Energieträgern und ist ökologisch und wirtschaftlich zugleich. Denn auch Lüftungsanlagen und komplizierte Gebäudetechnik sind weitgehend überflüssig. So spart der Bauherr doppelt: zuerst bei der Anschaffung und dann ein Hausleben lang beim Energiebedarf.
Im Winter warm, im Sommer kühl
Auf den ersten Blick sehen manche Bio-Solar-Häuser tatsächlich aus wie Gewächshäuser. Doch ihr Entwickler Klaus Becher aus St. Alban in Rheinland-Pfalz plant für jeden Bauherrn individuell. Entscheidend ist das Bauprinzip: unter der teilweise verglasten Wetterschutzhülle steckt ein effizient wärmegedämmtes Innenhaus. Im Sommer sorgen die patentierte Doppelwand und Luftklappen im Giebel für für angenehm mildes Raumklima. Alle von den Bewohnern produzierten Dämpfe und Gerüche können selbsttätig durch die diffusionsoffene Innenwand entweichen, ohne dabei zu zerstšrerischem Tauwasser zu kondensieren. Konventionelle PassivhŠuser sind dagegen weitgehend luftdicht und müssen das Risiko der Schimmelbildung mit einer Be- und Entlüftungsanlage minimieren.
Kosteneffizienz
Dieses clevere Hausprinzip unterbietet die gesetzlichen Anforderungen zu den
klimaschädlichen CO2-Emissionen um bis zu 95 Prozent und verursacht um bis zu 90 Prozent weniger Gesamtkosten für Heizung und Warmwasser als andere Effizienzhäuser, je nach Bauausführung und Heizgewohnheiten. Beispielsweise schlagen für ein zweigeschossiges Einfamilienhaus mit 115 Quadratmetern Wohnfläche jährlich Brennstoffkosten von lediglich 150 Euro zu Buche (mehr Informationen: www.bio-solar-haus.de).