Archiv der Kategorie ÖkoBau

In der Wandgestaltung gibt es einen Trend zu ursprünglichen Beschichtungen

Naturmaterialien liegen im Trend

(rgz). Im häuslichen Umfeld lassen sich Wohnträume verwirklichen, die diesen Rückzug von einem immer schnelleren Alltag erlauben. Holz, Naturstein und keramische Fliesen bestimmen heute das Ambiente vieler Räume. “Archaic Nature” mit Möbelstücken aus grob behauenem Holz oder Stein schafft Erdung auch im Großstadtloft.

Bei der Wandgestaltung greift man Techniken auf, die lange vom Einerlei aus Raufaser und Mustertapeten verdrängt waren. Einer alten Gestaltungstechnik aus Marokko – dem sogenannten Tadelakt – ist beispielsweise die Beschichtung “Percamo” nachempfunden. Natürliche Zutaten wie echte kastilianische Olivenölseife und Naturkalk bilden die Basis dieser edlen Wandgestaltung. Farbigkeit erhält sie durch traditionelle Pigmente auf Pflanzenbasis oder seltene Mineralien.

Gut fürs Raumklima

In den eigenen vier Wänden findet man Abstand von einem immer schneller werdenden Alltag.  Foto: djd/Volimea

In den eigenen vier Wänden findet man Abstand von einem immer schneller werdenden Alltag. Foto: djd/Volimea


Aus natürlichen Zutaten komponiert, verleihen Wandbeschichtungen wie “Percamo” den Räumen nicht nur eine faszinierende Atmosphäre. Sie wirken sich auch angenehm auf das Raumklima aus. Die Beschichtungen sind diffusionsoffen. Das bedeutet, dass die Feuchtigkeit durch die Oberfläche gelangen kann. So erfüllt die Wand ihre Funktion als “Feuchtigkeitspuffer” und trägt zu einem ausgeglichenen Klima im Zimmer bei.
Wände wie aus Tausendundeiner Nacht

Die Verarbeitung des Materials ist ebenso eine Kunst wie die Herstellung und Komposition der Zutaten. An der Wand sorgt der Werkstoff für eine faszinierende Lichtwirkung, die dem Raum Tiefe und Charakter gibt. Mit verschiedenen Patinierungs- und Veredelungstechniken, wie Freskobalsam oder Pigmentlasuren, lässt sich die Wandoberfläche als unverwechselbares Unikat gestalten.

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Solarkollektoren für Warmwasser und Heizung

Die Solaranlage richtig planen

Solarabsorber übertragen die Kraft der Sonne in der Regel über Kupfermembranen an das Wärmemedium.  Foto: djd/www.wagner-solar.com

Solarabsorber übertragen die Kraft der Sonne in der Regel über Kupfermembranen an das Wärmemedium. Foto: djd/www.wagner-solar.com

(djd/pt). Beim Einsatz sogenannter Flachkollektoren muss man pro Person in einem Haushalt etwa 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche einplanen, um pro Tag rund 40 Liter 45 Grad warmes Wasser zu erzielen. Rund sechs Quadratmeter Flachkollektoren und ein Pufferspeicher mit rund 300 Litern genügen also in der Regel für einen vierköpfigen Haushalt. Zu berücksichtigen sind aber noch individuelle Faktoren wie die Lage des Hauses oder die regionale Sonnenscheindauer. Die genaue Planung sollte daher immer einem Fachbetrieb überlassen bleiben.

Solaranlagen ergänzen jede Heiztechnik

Installieren lässt sich eine Solarabsorber-Anlage mit geringem Aufwand und unabhängig von der Haupt-Heiztechnik im Haus: Sie kann mit normalen Heizkesseln, modernen Brennwertgeräten und Wärmepumpen genauso wie mit Brennern für erneuerbare Energie, etwa einem Holzpelletskessel, gekoppelt werden. Im Keller sorgt meist ein Solar-Pufferspeicher dafür, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit warmes Wasser zur Verfügung steht.

Kupfer fängt die Sonnenenergie ein

Kupfer spielt in den Solarkollektoren eine wichtige Rolle. Hier ist es seine Leitfähigkeit, die einen verlustarmen Übergang der Energie aus der Sonnenstrahlung an das Wärmeträgermedium im Kollektorsystem bewirkt. Dass man Kupfer dabei nicht sofort sieht, liegt an der aufgebrachten selektiven schwarzen Beschichtung des Absorbermetalls. Diese Beschichtung bewirkt eine hohe Absorption der Energie aus den Sonnenstrahlen – den Effekt kennt man von dunkel lackierten Autos, an denen man sich im Sommer die Finger verbrennen kann. Die dabei aufgenommene Wärmeenergie leitet das Kupfer nahezu verlustfrei an die Absorberflüssigkeit weiter, die es zur Nutzung ins Haus transportiert.

Auch das Trinkwassersystem im Pufferspeicher ist häufig aus Kupfer gearbeitet. Zum einen hat das rote Metall eine hohe Wärmeleitfähigkeit, die für eine verlustarme Erwärmung des Trinkwassers sorgt, zum anderen punkten hier auch seine bakteriziden, das heißt keimtötenden Eigenschaften, die es zum hygienisch einwandfreien Standardmaterial in der Hausinstallation gemacht haben

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Clever heizen ohne Hightech: Das Bio-Solar-Haus

Im Winter warm, im Sommer kühl

Wie bei einem Gewächshaus wird die das Innenhaus umgebende Luft über transparente Flächen aus Plexiglas, auf das der Hersteller 30 Jahre Garantie gibt, von der Sonne erwärmt.  Foto: djd/Bio-Solar-Haus

Wie bei einem Gewächshaus wird die das Innenhaus umgebende Luft über transparente Flächen aus Plexiglas, auf das der Hersteller 30 Jahre Garantie gibt, von der Sonne erwärmt. Foto: djd/Bio-Solar-Haus

(djd/pt). Was lässt Erdbeeren noch im Dezember reifen und Tulpen schon im Januar blühen? Gewächshäuser aus Glas sind Licht- und Wärmedurchlässig, aber halten Regen, Schnee und Frost draußen. Dieses einfache Prinzip macht sich auch das Bio-Solar-Haus zunutze.

Natürliches Raumklima ohne Lüftungstechnik

Mehr als die Hälfte seines Wärmebedarfs gewinnt das Haus aus der Sonneneinstrahlung. Den Rest besorgt ein Kaminofen, der mit günstigem Stückholz befeuert wird. Das macht unabhängig von fossilen Energieträgern und ist ökologisch und wirtschaftlich zugleich. Denn auch Lüftungsanlagen und komplizierte Gebäudetechnik sind weitgehend überflüssig. So spart der Bauherr doppelt: zuerst bei der Anschaffung und dann ein Hausleben lang beim Energiebedarf.

Im Winter warm, im Sommer kühl

Auf den ersten Blick sehen manche Bio-Solar-Häuser tatsächlich aus wie Gewächshäuser. Doch ihr Entwickler Klaus Becher aus St. Alban in Rheinland-Pfalz plant für jeden Bauherrn individuell. Entscheidend ist das Bauprinzip: unter der teilweise verglasten Wetterschutzhülle steckt ein effizient wärmegedämmtes Innenhaus. Im Sommer sorgen die patentierte Doppelwand und Luftklappen im Giebel für für angenehm mildes Raumklima. Alle von den Bewohnern produzierten Dämpfe und Gerüche können selbsttätig durch die diffusionsoffene Innenwand entweichen, ohne dabei zu zerstšrerischem Tauwasser zu kondensieren. Konventionelle PassivhŠuser sind dagegen weitgehend luftdicht und müssen das Risiko der Schimmelbildung mit einer Be- und Entlüftungsanlage minimieren.

Kosteneffizienz

Dieses clevere Hausprinzip unterbietet die gesetzlichen Anforderungen zu den
klimaschädlichen CO2-Emissionen um bis zu 95 Prozent und verursacht um bis zu 90 Prozent weniger Gesamtkosten für Heizung und Warmwasser als andere Effizienzhäuser, je nach Bauausführung und Heizgewohnheiten. Beispielsweise schlagen für ein zweigeschossiges Einfamilienhaus mit 115 Quadratmetern Wohnfläche jährlich Brennstoffkosten von lediglich 150 Euro zu Buche (mehr Informationen: www.bio-solar-haus.de).

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Weniger CO2-Ausstoß beim Heizen

Beim Heizen mit Holz ist der CO2-Ausstoß neutral. Foto: djd/Ligno Heizsysteme GmbH

Beim Heizen mit Holz ist der CO2-Ausstoß neutral. Foto: djd/Ligno Heizsysteme GmbH

Verzicht auf fossile Brennstoffe schont Umwelt und Geldbeutel

(djd/pt). CO2-Ausstoß, Umweltgipfel, Erderwärmung – viele Schlagworte schwirren den Verbrauchern heute um die Ohren. Doch die Botschaft ist am Ende immer dieselbe: Jeder muss bei sich selbst damit anfangen, mehr und mehr auf fossile Brennstoffe zu verzichten.

Beim Heizen ist beispielsweise Holz eine umweltfreundliche und obendrein kostengünstige Alternative. “Holz ist im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen ein natürlich vorkommender Energierohstoff”, sagt Hans Neuschitzer, Geschäftsführer der Ligno Heizsysteme GmbH. “Pflanzen nehmen im Wachstum Kohlendioxid auf. Beim Heizen mit Holz ist der CO2-Ausstoß daher neutral, denn es wird lediglich die Menge ausgestoßen, die auch beim natürlichen Fäulnisprozess im Wald frei werden würde.”

Die Ökobilanz stimmt also – und wirtschaftlich ist das Heizen mit Holz sowieso. Auch in Sachen Komfort lässt es keine Wünsche offen. Der vom TÜV Süd geprüfte und förderfähige “Holzmax-F” von Ligno beispielsweise vereint Holz-, Öl- und Gaskessel: Ist das Holz abgebrannt und wurde die Wärme aus dem Pufferspeicher verbraucht, schaltet sich bei Bedarf der Öl- oder Gasbrenner automatisch dazu und versorgt das Haus mit Wärme. Auch bei längerer Abwesenheit kühlen die vier Wände nicht aus. Sobald der Nachschub mit dem umweltfreundlichen Brennstoff erfolgt, heizt der Kessel wieder mit Holz.

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Mehr Licht und Raum unter großen Dachgauben

So lässt sich Wohnraum im Dachgeschoss aus dem Dornröschenschlaf erwecken

Neue, groß dimensionierte Dachgauben bringen Licht und Luft ins Obergeschoss.  Foto: djd/Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau

Neue, groß dimensionierte Dachgauben bringen Licht und Luft ins Obergeschoss. Foto: djd/Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau

(djd/pt). Unter vielen deutschen Dächern schlummert Wohnraum, der nur darauf wartet, dass er “wachgeküsst” wird: Rund 30 Prozent der Dachgeschosse werden nur als Abstellraum genutzt, fand eine Studie der Zeitschrift “Althaus modernisieren” (Heft 2-3/2009) heraus. Die kommende warme Jahreszeit wollen viele Hausbesitzer nutzen, um hier endlich Platz für Hobbys, Spielen oder Arbeiten zu schaffen.

Bei vielen Dächern ist der Ausbau unproblematisch. Mit einer Innendämmung und einer Holzverkleidung sind die Räume relativ einfach in angenehm klimatisierten Wohnraum zu verwandeln. Ob der Raum problemlos zum Ausbau geeignet ist, hängt von der Höhe des Kniestocks – also der senkrechten Wand unterhalb der Dachschräge – sowie der Dachneigung ab.

Aufstockung schafft Luft nach oben

Wo zu wenig Platz vorhanden ist, bietet die Aufstockung des Dachs durch einen Zimmermeister die Möglichkeit, neuen und großzügigen Wohnraum zu schaffen. Dazu wird in der Regel der bestehende Dachstuhl erhalten und einfach entsprechend des zusätzlichen Platzbedarfs höher gesetzt. Die neuen Wände zwischen dem alten Gebäudekörper und dem Dach werden dann meist komplett aus Holz aufgesetzt.

Mehr Licht und Raum unter großen Dachgauben

Eine weitere Möglichkeit, um mehr Wohnraum zu schaffen, sind große Dachgauben, die in einem Schrägdach für mehr Kopffreiheit und Licht durch neue große Fenster sorgen. Auch hier ist der Zimmermeister der richtige Ansprechpartner (Ausbaubeispiele und Adressen unter www.zimmermeister-modernisieren.de). Eine Wärmedämmung des neuen Ausbaus spart nicht nur Heizkosten, sondern schafft das ganze Jahr über – also auch im Sommer, wenn die Sonne aufs Dach brennt – ein angenehmes Klima für ein Kinderzimmer, Hobby- oder Gästeräume.

Der Zimmermeister ist beim Dachausbau in seinem angestammten Element.  Foto: djd/Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau

Der Zimmermeister ist beim Dachausbau in seinem angestammten Element. Foto: djd/Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau

Dämmung nicht zu knapp bemessen

Im Rahmen der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) ist festgelegt, dass auch ein Altbau den energetischen Werten eines Neubaus entsprechen muss, wenn mehr als zehn Prozent seiner Bausubstanz von einem Umbau betroffen sind. Bei einem umfangreichen Dachausbau ist das oft der Fall. Wer die EnEV-Werte noch übertrifft, kann neben der KfW-Förderung “Wohnraum modernisieren” unter Umständen auch auf andere Energiesparförderungen zugreifen und so Geld vom Staat für sein neues Wohnprojekt kassieren.

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