Archiv der Kategorie Haustechnik, Heizung, Sanitär, Lüftung

Clever heizen ohne Hightech: Das Bio-Solar-Haus

Im Winter warm, im Sommer kühl

Wie bei einem Gewächshaus wird die das Innenhaus umgebende Luft über transparente Flächen aus Plexiglas, auf das der Hersteller 30 Jahre Garantie gibt, von der Sonne erwärmt.  Foto: djd/Bio-Solar-Haus

Wie bei einem Gewächshaus wird die das Innenhaus umgebende Luft über transparente Flächen aus Plexiglas, auf das der Hersteller 30 Jahre Garantie gibt, von der Sonne erwärmt. Foto: djd/Bio-Solar-Haus

(djd/pt). Was lässt Erdbeeren noch im Dezember reifen und Tulpen schon im Januar blühen? Gewächshäuser aus Glas sind Licht- und Wärmedurchlässig, aber halten Regen, Schnee und Frost draußen. Dieses einfache Prinzip macht sich auch das Bio-Solar-Haus zunutze.

Natürliches Raumklima ohne Lüftungstechnik

Mehr als die Hälfte seines Wärmebedarfs gewinnt das Haus aus der Sonneneinstrahlung. Den Rest besorgt ein Kaminofen, der mit günstigem Stückholz befeuert wird. Das macht unabhängig von fossilen Energieträgern und ist ökologisch und wirtschaftlich zugleich. Denn auch Lüftungsanlagen und komplizierte Gebäudetechnik sind weitgehend überflüssig. So spart der Bauherr doppelt: zuerst bei der Anschaffung und dann ein Hausleben lang beim Energiebedarf.

Im Winter warm, im Sommer kühl

Auf den ersten Blick sehen manche Bio-Solar-Häuser tatsächlich aus wie Gewächshäuser. Doch ihr Entwickler Klaus Becher aus St. Alban in Rheinland-Pfalz plant für jeden Bauherrn individuell. Entscheidend ist das Bauprinzip: unter der teilweise verglasten Wetterschutzhülle steckt ein effizient wärmegedämmtes Innenhaus. Im Sommer sorgen die patentierte Doppelwand und Luftklappen im Giebel für für angenehm mildes Raumklima. Alle von den Bewohnern produzierten Dämpfe und Gerüche können selbsttätig durch die diffusionsoffene Innenwand entweichen, ohne dabei zu zerstšrerischem Tauwasser zu kondensieren. Konventionelle PassivhŠuser sind dagegen weitgehend luftdicht und müssen das Risiko der Schimmelbildung mit einer Be- und Entlüftungsanlage minimieren.

Kosteneffizienz

Dieses clevere Hausprinzip unterbietet die gesetzlichen Anforderungen zu den
klimaschädlichen CO2-Emissionen um bis zu 95 Prozent und verursacht um bis zu 90 Prozent weniger Gesamtkosten für Heizung und Warmwasser als andere Effizienzhäuser, je nach Bauausführung und Heizgewohnheiten. Beispielsweise schlagen für ein zweigeschossiges Einfamilienhaus mit 115 Quadratmetern Wohnfläche jährlich Brennstoffkosten von lediglich 150 Euro zu Buche (mehr Informationen: www.bio-solar-haus.de).

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Weniger CO2-Ausstoß beim Heizen

Verzicht auf fossile Brennstoffe schont Umwelt und Geldbeutel

Beim Heizen mit Holz ist der CO2-Ausstoß neutral. Foto: djd/Ligno Heizsysteme GmbH

Beim Heizen mit Holz ist der CO2-Ausstoß neutral. Foto: djd/Ligno Heizsysteme GmbH


(djd/pt). CO2-Ausstoß, Umweltgipfel, Erderwärmung – viele Schlagworte schwirren den Verbrauchern heute um die Ohren. Doch die Botschaft ist am Ende immer dieselbe: Jeder muss bei sich selbst damit anfangen, mehr und mehr auf fossile Brennstoffe zu verzichten.

Doch welche Heizung ist für die Umwelt die richtige?

Von der klassischen Ölheizung über die Gasheizung bis hin zur Holzheizung oder Wärmepumpe: Heiztechnik-Anbieter haben eine breite Auswahl im Angebot. Je nach Art der Heizung lassen sich Energie, Ressourcen und auch Kosten sparen. Beim Heizen ist beispielsweise Holz eine umweltfreundliche und obendrein kostengünstige Alternative. “Holz ist im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen ein natürlich vorkommender Energierohstoff”, sagt Hans Neuschitzer, Geschäftsführer der Ligno Heizsysteme GmbH. “Pflanzen nehmen im Wachstum Kohlendioxid auf. Beim Heizen mit Holz ist der CO2-Ausstoß daher neutral, denn es wird lediglich die Menge ausgestoßen, die auch beim natürlichen Fäulnisprozess im Wald frei werden würde.”

Die Ökobilanz stimmt also – und wirtschaftlich ist das Heizen mit Holz sowieso. Auch in Sachen Komfort lässt es keine Wünsche offen. Der vom TÜV Süd geprüfte und förderfähige “Holzmax-F” von Ligno beispielsweise vereint Holz-, Öl- und Gaskessel: Ist das Holz abgebrannt und wurde die Wärme aus dem Pufferspeicher verbraucht, schaltet sich bei Bedarf der Öl- oder Gasbrenner automatisch dazu und versorgt das Haus mit Wärme. Auch bei längerer Abwesenheit kühlen die vier Wände nicht aus. Sobald der Nachschub mit dem umweltfreundlichen Brennstoff erfolgt, heizt der Kessel wieder mit Holz.

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Zuschuss für energetische Sanierung

Beachtliches Potenzial zur Emissionsreduzierung im Gebäudebestand

Einfache Förderbedingungen bei der Aktion Energie-Gewinner: Je höher die Energieeinsparung, umso höher auch der Zuschuss. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) fördert ausgewählte energetische Haussanierungen. Info: www.oelheizung.info/energiegewinner Foto: djd/IWO - Institut f. wirtschaftliche Oelheizung e.V.

Einfache Förderbedingungen bei der Aktion Energie-Gewinner: Je höher die Energieeinsparung, umso höher auch der Zuschuss. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) fördert ausgewählte energetische Haussanierungen. Info: www.oelheizung.info/energiegewinner Foto: djd/IWO - Institut f. wirtschaftliche Oelheizung e.V.

Hausbesitzer, die planen, ihr Gebäude energetisch auf Vordermann zu bringen, können sich bis Ende 2011 als “Energie-Gewinner” beim Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) bewerben und haben damit die Chance auf eine zusätzliche Förderung: Pro jährlich eingesparter Kilowattstunde (kWh) Primärenergie winken 25 Cent Zuschuss. Eine Energieersparnis von beispielsweise 16.000 kWh Primärenergie durch die Erneuerung der Heizung auf Öl-Brennwerttechnik bringt 4.000 Euro Zuschuss. Auf www.oelheizung.info/energiegewinner gibt es mehr dazu.

(djd/pt). Mehr als ein Drittel des gesamten deutschen Energiebedarfs entfällt auf die Wärmeversorgung von Gebäuden. Davon sind rund 80 Prozent älter als 30 Jahre. Und nur etwa 13 Prozent der hierzulande installierten Heizgeräte entsprechen in Sachen Energieeffizienz und erneuerbare Energien dem Stand der Technik.

Dementsprechend liegt im Gebäudebestand ein großes Potenzial, um Energie einzusparen – und in gleichem Umfang die klimarelevanten Emissionen zu senken. Bis zu 40 Prozent Energie kann allein durch den Einsatz effizienter Heiztechnik mit der Einkopplung von Solarthermie eingespart werden. Zugleich weist diese Maßnahme eine sehr gute Kosten-Nutzen-Bilanz auf, die durch die Inanspruchnahme staatlicher Fördermittel noch verbessert wird.

Neue Heizung amortisiert sich schnell

Die Anschaffung einer neuen Öl-Solar-Heizung zahlt sich – verglichen mit Maßnahmen wie einer Fassadendämmung oder einer Fenstererneuerung – innerhalb eines überschaubaren Zeitraums über die Energieersparnis aus. Der Austausch von veralteter Heiztechnik gegen ein Öl-Brennwertgerät und eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung in einem Einfamilienhaus kostet durchschnittlich etwa 12.500 Euro. Bei einem Jahresverbrauch von beispielsweise 4.500 Litern Heizöl können so bis zu 1.800 Liter eingespart werden. Das entspricht bei einem Heizölpreis von 54 Cent je Liter (Durchschnittspreis 2009 in Deutschland bei Abnahme von 3000 Litern Heizöl) knapp 1.000 Euro geringereren Heizenergiekosten pro Jahr. Damit hätte sich die neue Heizung schon nach knapp 13 Jahren amortisiert. Je nach Entwicklung des Heizölpreises und der staatlichen Förderung für energetische Modernisierungen kann sich dieser Zeitraum sogar noch verkürzen .

Gebäudedämmung ist effektiv, aber teuer

Durch eine umfangreiche Verbesserung der Wärmedämmung können im Gebäudebereich nochmals bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden. Um diese Größenordnung über Maßnahmen an der Gebäudehülle zu erreichen, ist die erforderliche Investition allerdings häufig mehr als doppelt so hoch wie für eine neue Heizung. Entsprechend verlängert sich auch die Amortisationszeit.

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