Archiv der Kategorie Energie sparen

Bauen, ausbauen, umbauen und anbauen…

Unterm Dach lässt sich durch einen Ausbau Wohn- und Lebensraum gewinnen.

Auch in kleinen älteren Häusern schlummert im Dachstuhl mehr Wohnraum als gedacht, der sich mit einer guten Dachdämmung nutzen lässt.  Foto: djd/CWA

Auch in kleinen älteren Häusern schlummert im Dachstuhl mehr Wohnraum als gedacht, der sich mit einer guten Dachdämmung nutzen lässt. Foto: djd/CWA

(djd/pt). Viele Besitzer eines älteren Eigenheims wünschen sich mehr Platz. Das ist oft mit weniger Aufwand möglich als vermutet. Wenn der Raum unterm Dach noch gar nicht ausgebaut ist, schlummern dort Raumreserven, die sich mit überschaubarem Aufwand “wecken” und nutzen lassen. Zumeist sind alte Dächer nicht oder kaum gedämmt. Beim Ausbau sollte man dann aber nicht nur auf den winterlichen Wärmeschutz achten, sondern auch daran denken, dass es direkt unterm Dach im Sommer empfindlich heiß werden kann. Bewährt hat sich hier eine Zellulosedämmung, die im Winter ebenso gut abschneidet wie vergleichbare Dämmstoffe, die sommerliche Wärmewelle aber weit langsamer durchlässt und so spürbar für kühlen Kopf im Oberstübchen sorgt.

Neue Räume für jede Witterung gerüstet

Zellulosedämmungen werden einfach in Hohlräume unterm Dach oder in einer Holzständerwand eingeblasen.  	Zellulosedämmungen werden einfach in Hohlräume unterm Dach oder in einer Holzständerwand eingeblasen.  Foto: djd/CWA

Zellulosedämmungen werden einfach in Hohlräume unterm Dach oder in einer Holzständerwand eingeblasen. Zellulosedämmungen werden einfach in Hohlräume unterm Dach oder in einer Holzständerwand eingeblasen. Foto: djd/CWA

Wenn der Raum unterm Dach nicht ausreichend groß ist, kann eine Dachaufstockung durch Erhöhung des Kniestocks oder aber ein ganz neuer Anbau am Haus Raum schaffen. Aufstockungen und Anbauten führt man meist in Holzständerbauweise aus, da Trockenbauverfahren einen schnellen und unkomplizierten Baufortschritt versprechen und sich mit so gut wie jedem vorhandenen Baukörper vertragen. “Auch hier ist eine Zellulosedämmung sinnvoll”, rät Holger Merkel, verantwortlich für Schulung und Vertrieb bei Climacell. “Die aus recyceltem Zeitungspapier hergestellten Zellulosefasern werden direkt aus einem Lkw in die Hohlräume der Holzständerwände eingeblasen, so dass auf der Baustelle keine Dämmmaterialien lagern und womöglich nass werden und auch kein Verschnitt anfällt”, so Merkel.

Schnelle Dämmung ohne Materialreste

Die Fasern dringen bis in alle Ritzen und Kanten der Hohlräume vor, so dass nirgendwo Lücken und Wärmebrücken in der Dämmung entstehen können. In den Hohlräumen verfilzen die Fasern und stehen ganz leicht unter Spannung. So gleichen sie sogar kleine Verschiebungen des Holzes aus, wenn es zum Beispiel bei Temperaturschwankungen “arbeitet”. Unter www.climacell.de gibt es umfassende Informationen zur Zellulosedämmung und ihrer Ökobilanz.

Positive Klimabilanz von Dämmstoffen

Wie gut ein Dämmmaterial fürs Klima ist, hängt nicht alleine von seiner Dämmwirkung ab, sondern wird auch von seiner CO2-Bilanz bei der Herstellung und Verarbeitung beeinflusst. Beschrieben wird es durch das sogenannte Treibhauspotenzial. Nachwachsende Rohstoffe, darunter auch die Zellulosedämmung, schneiden bei dieser Bilanz positiv ab, da Pflanzen während ihres Wachstums Kohlendioxid aus der Atmosphäre binden und während ihrer gesamten Nutzungsdauer speichern.

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Solarkollektoren für Warmwasser und Heizung

Die Solaranlage richtig planen

Solarabsorber übertragen die Kraft der Sonne in der Regel über Kupfermembranen an das Wärmemedium.  Foto: djd/www.wagner-solar.com

Solarabsorber übertragen die Kraft der Sonne in der Regel über Kupfermembranen an das Wärmemedium. Foto: djd/www.wagner-solar.com

(djd/pt). Beim Einsatz sogenannter Flachkollektoren muss man pro Person in einem Haushalt etwa 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche einplanen, um pro Tag rund 40 Liter 45 Grad warmes Wasser zu erzielen. Rund sechs Quadratmeter Flachkollektoren und ein Pufferspeicher mit rund 300 Litern genügen also in der Regel für einen vierköpfigen Haushalt. Zu berücksichtigen sind aber noch individuelle Faktoren wie die Lage des Hauses oder die regionale Sonnenscheindauer. Die genaue Planung sollte daher immer einem Fachbetrieb überlassen bleiben.

Solaranlagen ergänzen jede Heiztechnik

Installieren lässt sich eine Solarabsorber-Anlage mit geringem Aufwand und unabhängig von der Haupt-Heiztechnik im Haus: Sie kann mit normalen Heizkesseln, modernen Brennwertgeräten und Wärmepumpen genauso wie mit Brennern für erneuerbare Energie, etwa einem Holzpelletskessel, gekoppelt werden. Im Keller sorgt meist ein Solar-Pufferspeicher dafür, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit warmes Wasser zur Verfügung steht.

Kupfer fängt die Sonnenenergie ein

Kupfer spielt in den Solarkollektoren eine wichtige Rolle. Hier ist es seine Leitfähigkeit, die einen verlustarmen Übergang der Energie aus der Sonnenstrahlung an das Wärmeträgermedium im Kollektorsystem bewirkt. Dass man Kupfer dabei nicht sofort sieht, liegt an der aufgebrachten selektiven schwarzen Beschichtung des Absorbermetalls. Diese Beschichtung bewirkt eine hohe Absorption der Energie aus den Sonnenstrahlen – den Effekt kennt man von dunkel lackierten Autos, an denen man sich im Sommer die Finger verbrennen kann. Die dabei aufgenommene Wärmeenergie leitet das Kupfer nahezu verlustfrei an die Absorberflüssigkeit weiter, die es zur Nutzung ins Haus transportiert.

Auch das Trinkwassersystem im Pufferspeicher ist häufig aus Kupfer gearbeitet. Zum einen hat das rote Metall eine hohe Wärmeleitfähigkeit, die für eine verlustarme Erwärmung des Trinkwassers sorgt, zum anderen punkten hier auch seine bakteriziden, das heißt keimtötenden Eigenschaften, die es zum hygienisch einwandfreien Standardmaterial in der Hausinstallation gemacht haben

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Solarkollektoren, Wärmepumpen oder Biomasse

Solarkollektoren, Wärmepumpen oder Biomasse können wertvolle Energie liefern

Sonnenenergie kann auch im Altbau dazu beitragen, die Heizkosten zu senken. Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH

Sonnenenergie kann auch im Altbau dazu beitragen, die Heizkosten zu senken. Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH

(djd/pt). Steigende Energiepreise und kein Ende in Sicht: Wohl jeder Besitzer eines älteren Hauses denkt darüber nach, wie er der Kostenspirale seiner Heizrechnung ein Ende setzen kann. Die Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien kann helfen, denn erneuerbare Energien sind von der aktuellen Preisentwicklung weit weniger betroffen. Holzpellets oder Wärmepumpen können sinnvolle Alternativen für die Wärmeerzeugung sein. Solarwärme kann die Heizung gut ergänzen. Wer gleichzeitig sein Haus dämmt, sorgt für einen nachhaltig niedrigen Energieverbrauch und geringe Kosten.

Die Sonne als unerschöpfliche Wärmequelle

Auch an bewölkten Tagen reichen die Sonnenstrahlen aus, um das Trinkwarmwasser zu erwärmen. So können Solarthermieanlagen bis zu 60 Prozent des benötigten Energiebedarfs für Warmwasser bereit stellen. Größere Anlagen decken auch einen Teil der Raumwärme mit ab. Für die Installation von Sonnenkollektoren bieten sich
nach Süden orientierte Dach- und Fassadenflächen an, zwischen Ost und West sind aber alle Ausrichtungen realisierbar. Allerdings benötigen Solaranlagen immer ein zusätzliches Heizsystem. Gut geeignet sind dazu beispielsweise effiziente Brennwertgeräte, Holzheizungen oder Wärmepumpen.

Traditioneller Brennstoff neu entdeckt

Holz erlebt heute eine Renaissance in modernen und komfortablen Pelletheizanlagen. Pelletheizungen sind vollautomatische Zentralheizungen für höchste Komfortansprüche, der Gasanschluss kann komplett eingespart werden. Ein weiterer Vorteil: Holzpellets sind ein vergleichsweise kostengünstiger Brennstoff mit stabilen Preisentwicklungen.

Umgebungswärme nutzen

Wärmepumpen nutzen die Umgebungswärme aus dem Erdreich, dem Wasser oder der Luft. Besonders effizient sind Wärmepumpen mit Erd- oder Grundwassersonden, auch Flächenkollektoren sind eine gute Alternative. Da Wärmepumpen bei möglichst geringen Heiztemperaturen am effizientesten arbeiten, sollte bei bestehenden Gebäuden auch auf die Dämmung geachtet werden.

Wer seinen Energieverbrauch dauerhaft senken möchte, sollte über eine energetische Modernisierung zum Effizienzhaus nachdenken. Ein umfassend gedämmtes Haus verbraucht bis zu 90 Prozent weniger Energie als ein vergleichbarer unsanierter Altbau und kann mit einem dena-Gütesiegel als Effizienzhaus zertifiziert werden. Die dena empfiehlt, bei größeren energetischen Sanierungsmaßnahmen einen Energieberater hinzuzuziehen. Er hilft, die Schwachstellen des Hauses aufzudecken und erarbeitet eine auf das jeweilige Gebäude maßgeschneiderte Lösung.

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Eine gute Dämmung ist die Voraussetzung für angenehme Temperaturen

Prima Klima unterm Dach

Wertvoller Wohnraum unterm Dach bleibt angenehm kühl, wenn er gut wärmegedämmt ist.  Foto: djd/Paul Bauder

Wertvoller Wohnraum unterm Dach bleibt angenehm kühl, wenn er gut wärmegedämmt ist. Foto: djd/Paul Bauder

(djd/pt). Raum in den eigenen Wänden kann man eigentlich nie genug haben: Ein extra Spielzimmer für die Kleinen, einen Arbeits- und Hobbyraum oder einfach noch ein Gästezimmer wünschen sich viele Familien. Platz dafür ist häufig unterm Dach, wenn das oberste Geschoss noch nicht ausgebaut ist. Wenn Dachneigung und Firsthöhe genügend Raum bieten, dann steht einem Ausbau eigentlich nichts im Weg. Nicht vergessen sollte man aber eine gründliche Dämmung des Dachstuhls – sonst geht nicht nur im Winter Energie verloren.

Beim Dämmen nicht mehr Raum als nötig opfern

Ist unterm Dach keine oder nur eine geringe Dämmung vorhanden, kann es im Sommer so heiß werden, dass es ohne energiefressende Klimaanlage kaum auszuhalten ist. Um das zu vermeiden sind Dämmstoffe aus dem Hochleistungsdämmstoff Polyurethan-Hartschaum, beispielsweise von Bauder ideal. Sie verfügen über eine besonders gute Dämmleistung. Das bedeutet, dass bereits eine geringere Dämmstoffdicke genügt, um die gleiche Dämmwirkung wie vergleichbare Dämm-Materialien zu erreichen (Informationen dazu unter www.ratgeber-fuer-bauherren.de).

Handliche Elemente kommen leicht zum Einbauort

Welche Dämmvariante am geeignetsten ist, kann am besten ein Fachmann beurteilen. Den besten Effekt erzielt eine Aufsparrendämmung, die mit wenig Zusatzaufwand dann ausgeführt wird, wenn das Dach sowieso eine neue Eindeckung bekommt. Auch eine Kombination aus Aufsparren- und vorhandener Zwischensparrendämmung ist möglich. Denn die vorhandene Zwischensparrendämmung ist in der Regel nicht ausreichend für den hochsommerlichen Wärmeschutz und lässt auch im Winter zu viel Energie durchs Dach entweichen.

Für Untersparrendämmungen gibt es die BauderPIR DGF Dämmelemente in kleinen Formaten. Sie lassen sich so auch über schmale Bodentreppen nach oben transportieren. Diese Hochleistungs-Dämmelemente, in den lieferbaren Dicken von 50, 70 oder 90 mm bieten bei geringstem Raumverlust optimale Wärmedämmleistung. Mit einer Gipskarton-Deckschicht versehen erleichtern die Platten die weiteren Arbeitsschritte wie Tapezieren, Streichen oder Verputzen.

Abstellraum unterm Dach dicht machen

Ist keine Nutzung des Dachstuhls zu Wohnzwecken geplant oder ist der Raum einfach zu niedrig, kann sich eine Dämmung der obersten Geschossdecke lohnen. Sie sorgt dafür, dass die Sommerhitze bzw. die winterliche Kälte im Dachgeschoss bleibt, wo sie ist, und nicht in die Wohnräume darunter gelangt. Der Einbau von Dämmelementen wie zum Beispiel BauderPIR DHW ist unkompliziert. Die Elemente sind oberseitig bereits mit einer Holzwerkstoffplatte als Trittschicht versehen, so dass der Raum sofort beispielsweise als Abstellraum genutzt werden kann.

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Clever heizen ohne Hightech: Das Bio-Solar-Haus

Im Winter warm, im Sommer kühl

Wie bei einem Gewächshaus wird die das Innenhaus umgebende Luft über transparente Flächen aus Plexiglas, auf das der Hersteller 30 Jahre Garantie gibt, von der Sonne erwärmt.  Foto: djd/Bio-Solar-Haus

Wie bei einem Gewächshaus wird die das Innenhaus umgebende Luft über transparente Flächen aus Plexiglas, auf das der Hersteller 30 Jahre Garantie gibt, von der Sonne erwärmt. Foto: djd/Bio-Solar-Haus

(djd/pt). Was lässt Erdbeeren noch im Dezember reifen und Tulpen schon im Januar blühen? Gewächshäuser aus Glas sind Licht- und Wärmedurchlässig, aber halten Regen, Schnee und Frost draußen. Dieses einfache Prinzip macht sich auch das Bio-Solar-Haus zunutze.

Natürliches Raumklima ohne Lüftungstechnik

Mehr als die Hälfte seines Wärmebedarfs gewinnt das Haus aus der Sonneneinstrahlung. Den Rest besorgt ein Kaminofen, der mit günstigem Stückholz befeuert wird. Das macht unabhängig von fossilen Energieträgern und ist ökologisch und wirtschaftlich zugleich. Denn auch Lüftungsanlagen und komplizierte Gebäudetechnik sind weitgehend überflüssig. So spart der Bauherr doppelt: zuerst bei der Anschaffung und dann ein Hausleben lang beim Energiebedarf.

Im Winter warm, im Sommer kühl

Auf den ersten Blick sehen manche Bio-Solar-Häuser tatsächlich aus wie Gewächshäuser. Doch ihr Entwickler Klaus Becher aus St. Alban in Rheinland-Pfalz plant für jeden Bauherrn individuell. Entscheidend ist das Bauprinzip: unter der teilweise verglasten Wetterschutzhülle steckt ein effizient wärmegedämmtes Innenhaus. Im Sommer sorgen die patentierte Doppelwand und Luftklappen im Giebel für für angenehm mildes Raumklima. Alle von den Bewohnern produzierten Dämpfe und Gerüche können selbsttätig durch die diffusionsoffene Innenwand entweichen, ohne dabei zu zerstšrerischem Tauwasser zu kondensieren. Konventionelle PassivhŠuser sind dagegen weitgehend luftdicht und müssen das Risiko der Schimmelbildung mit einer Be- und Entlüftungsanlage minimieren.

Kosteneffizienz

Dieses clevere Hausprinzip unterbietet die gesetzlichen Anforderungen zu den
klimaschädlichen CO2-Emissionen um bis zu 95 Prozent und verursacht um bis zu 90 Prozent weniger Gesamtkosten für Heizung und Warmwasser als andere Effizienzhäuser, je nach Bauausführung und Heizgewohnheiten. Beispielsweise schlagen für ein zweigeschossiges Einfamilienhaus mit 115 Quadratmetern Wohnfläche jährlich Brennstoffkosten von lediglich 150 Euro zu Buche (mehr Informationen: www.bio-solar-haus.de).

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