Abenteuer Hausbau

Fallstricke auf dem Weg in die eigenen vier Wände vermeiden

Mit Wohn-Riester hilft der Staat, den Traum vom Eigenheim zu erfüllen.  Foto: djd/Bauen mit Backstein

Mit Wohn-Riester hilft der Staat, den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Foto: djd/Bauen mit Backstein

Von dtd-Korrespondenten Hannes Neisinger

(dtd). Endlich ins eigene Haus ziehen – diesen Traum träumen nach wie vor viele Deutsche. In den eigenen vier Wänden ist man Herr im Haus und bestimmt selbst, wie man wohnen möchte. Zudem vertrauen die Deutschen der “Rente aus Stein“ nach wie vor mehr als anderen Formen der Altersvorsorge, so das Ergebnis einer aktuellen Allensbach-Studie im Auftrag der Postbank. Laut Studie nennen 63 Prozent der Berufstätigen die eigene Immobilie als besonders sichere Anlageform – sogar staatliche Rente und Beamtenpension liegen mit nur 53 Prozent in der Gunst der Befragten zurück.

Seriosität des Baupartners unter die Lupe nehmen

Ist die Entscheidung für einen Hausbau grundsätzlich gefallen, macht man sich auf die Suche nach einem geeigneten Partner. Dabei sollte man sich Zeit nehmen und nicht vorschnell auf vermeintliche Schnäppchen reagieren, raten Experten der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Vor einer Entscheidung lohnt es sich, gründliche Informationen über das Unternehmen einzuholen. Wie lange ist es am Markt? Gibt es Referenzen oder vielleicht sogar die Möglichkeit, mit Bauherren zu sprechen, die bereits in Häusern der Firma wohnen?

Bauvertrag vor der Unterschrift genau prüfen

Der nächste Schritt ist die Gestaltung und Unterzeichnung des Bauvertrags. Begriffe wie “schlüsselfertig“ suggerieren Sicherheit, sind aber rechtlich nicht geschützt. Wer sicher sein will, was genau er für sein Geld bekommt, dem bleibt es nicht erspart, sich intensiv mit dem „Kleingedruckten“ auseinandersetzen. Denn nach Unterschrift besteht ein Anrecht nur auf das, was explizit im Vertrag steht. Ein Ratgeber “Prüfsteine zum Bauvertrag“ mit Hinweisen zu den wichtigsten Knackpunkten kann unter www.bsb-ev.de kostenlos heruntergeladen werden. Vorsicht geboten ist auch bei vorschneller Unterschrift unter “Vorverträge“ auf Messen oder anderen Veranstaltungen. Viele gehen dabei von einem Rücktrittsrecht aus, wie es etwa für Haustürgeschäfte gilt. Dem ist nicht so. Denn selbst bei einer Unterzeichnung auf Messen gelten Bauverträge als rechtsverbindlich, und ein Rücktritt kann richtig teuer werden.

Übergabe von Plänen und Unterlagen im Vertrag festschreiben

Ob ein Haus mängelfrei gebaut und übergeben wird, kann der Bauherr nur dann nachvollziehen, wenn umfassende und vollständige Unterlagen über alle Phasen des Hausbaus hinweg vorliegen. Bauherren gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass sie das Recht auf alle dazu notwendigen Unterlagen haben. Dass dem nicht so ist, hat ein Urteil des Landgerichts Krefeld (vom 11. Dezember 2008 – AZ 2 O 56/08) gezeigt. Nach Auffassung des Gerichts ist der Bauträger nur dann verpflichtet, dem Verlangen des Erwerbers zu folgen, wenn dieser ein besonderes rechtliches Interesse nachweisen kann. Die Nachweispflicht aber liegt beim Bauherren – und die juristischen Hürden für die Beweisführung sind hoch. Daher sollte vor Vertragsunterzeichnung auf jeden Fall ein Passus in den Bauvertrag beziehungsweise den Bauträgervertrag aufgenommen werden, der die Herausgabe aller Unterlagen vom Unternehmer an den Bauherren klar regelt. Vorher sollte keine Unterschrift geleistet werden, im Zweifelsfall ist der rechtliche Beistand eines Fachanwalts zu empfehlen.

Baumängel: rechtzeitig erkannt, Gefahr gebannt

Während der Bauphase eines Hauses treten laut einer Studie des Institut für Bauforschung Hannover im Auftrag des BSB rund 12 Mängel auf. Wenn man sie frühzeitig erkennt, lassen sie sich meist mit überschaubarem Aufwand beheben. Nach Abschluss der Arbeiten ist die Beseitigung mit Aufwand und Ärger verbunden – bei Mängeln, die erst nach Jahren offenkundig werden, kann es Probleme mit Schadenersatzansprüchen geben. Zusätzliche Brisanz gewinnt das Thema Baumängel angesichts der Energieeinsparverordnung und gestiegenen Ansprüchen an den Wärmeschutz. Mängel können hier den angestrebten Energiestandard gefährden. Im schlimmsten Fall kann der Staat sogar Fördergelder zurückverlangen, wenn der für die Bewilligung nötige Standard verfehlt wird. Die Investition in einen unabhängigen Fachmann, etwa einen Bauherrenberater, kann sich hier lohnen.

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Zuschuss für energetische Sanierung

Beachtliches Potenzial zur Emissionsreduzierung im Gebäudebestand

Einfache Förderbedingungen bei der Aktion Energie-Gewinner: Je höher die Energieeinsparung, umso höher auch der Zuschuss. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) fördert ausgewählte energetische Haussanierungen. Info: www.oelheizung.info/energiegewinner Foto: djd/IWO - Institut f. wirtschaftliche Oelheizung e.V.

Einfache Förderbedingungen bei der Aktion Energie-Gewinner: Je höher die Energieeinsparung, umso höher auch der Zuschuss. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) fördert ausgewählte energetische Haussanierungen. Info: www.oelheizung.info/energiegewinner Foto: djd/IWO - Institut f. wirtschaftliche Oelheizung e.V.

Hausbesitzer, die planen, ihr Gebäude energetisch auf Vordermann zu bringen, können sich bis Ende 2011 als “Energie-Gewinner” beim Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) bewerben und haben damit die Chance auf eine zusätzliche Förderung: Pro jährlich eingesparter Kilowattstunde (kWh) Primärenergie winken 25 Cent Zuschuss. Eine Energieersparnis von beispielsweise 16.000 kWh Primärenergie durch die Erneuerung der Heizung auf Öl-Brennwerttechnik bringt 4.000 Euro Zuschuss. Auf www.oelheizung.info/energiegewinner gibt es mehr dazu.

(djd/pt). Mehr als ein Drittel des gesamten deutschen Energiebedarfs entfällt auf die Wärmeversorgung von Gebäuden. Davon sind rund 80 Prozent älter als 30 Jahre. Und nur etwa 13 Prozent der hierzulande installierten Heizgeräte entsprechen in Sachen Energieeffizienz und erneuerbare Energien dem Stand der Technik.

Dementsprechend liegt im Gebäudebestand ein großes Potenzial, um Energie einzusparen – und in gleichem Umfang die klimarelevanten Emissionen zu senken. Bis zu 40 Prozent Energie kann allein durch den Einsatz effizienter Heiztechnik mit der Einkopplung von Solarthermie eingespart werden. Zugleich weist diese Maßnahme eine sehr gute Kosten-Nutzen-Bilanz auf, die durch die Inanspruchnahme staatlicher Fördermittel noch verbessert wird.

Neue Heizung amortisiert sich schnell

Die Anschaffung einer neuen Öl-Solar-Heizung zahlt sich – verglichen mit Maßnahmen wie einer Fassadendämmung oder einer Fenstererneuerung – innerhalb eines überschaubaren Zeitraums über die Energieersparnis aus. Der Austausch von veralteter Heiztechnik gegen ein Öl-Brennwertgerät und eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung in einem Einfamilienhaus kostet durchschnittlich etwa 12.500 Euro. Bei einem Jahresverbrauch von beispielsweise 4.500 Litern Heizöl können so bis zu 1.800 Liter eingespart werden. Das entspricht bei einem Heizölpreis von 54 Cent je Liter (Durchschnittspreis 2009 in Deutschland bei Abnahme von 3000 Litern Heizöl) knapp 1.000 Euro geringereren Heizenergiekosten pro Jahr. Damit hätte sich die neue Heizung schon nach knapp 13 Jahren amortisiert. Je nach Entwicklung des Heizölpreises und der staatlichen Förderung für energetische Modernisierungen kann sich dieser Zeitraum sogar noch verkürzen .

Gebäudedämmung ist effektiv, aber teuer

Durch eine umfangreiche Verbesserung der Wärmedämmung können im Gebäudebereich nochmals bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden. Um diese Größenordnung über Maßnahmen an der Gebäudehülle zu erreichen, ist die erforderliche Investition allerdings häufig mehr als doppelt so hoch wie für eine neue Heizung. Entsprechend verlängert sich auch die Amortisationszeit.

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EnEV greift auch im Altbau

Schwachstelle Fenster

Im Rahmen einer umfangreichen Sanierung verlangt die EnEV auch im Altbau die Einhaltung hoher Energiestandards.  Foto: djd/Fördergemeinschaft Holzbau und Ausbau

Im Rahmen einer umfangreichen Sanierung verlangt die EnEV auch im Altbau die Einhaltung hoher Energiestandards. Foto: djd/Fördergemeinschaft Holzbau und Ausbau

(djd/pt). Kaum zu glauben, aber wahr: Rund ein Drittel der vor 1970 gebauten Häuser im Energiespar-Musterland Deutschland sind noch mit vorsintflutlichen Einscheiben-Verglasungen ausgerüstet. Doch auch ältere Isolierglasfenster entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik mit den heute möglichen geringen Wärmedurchgangswerten. Wo alte Fenster die Wärme entweichen lassen, verbergen sich meist noch weitere Mängel in der Wärmedämmung. Unzureichend gedämmte Außenwände, Dächer oder Kellerdecken tragen genauso zu einer schlechten Energiebilanz bei und treiben die Energiekosten nach oben.

Bestandsaufnahme des energetischen Zustands machen

Um die Energiesituation des Eigenheims nachhaltig zu verbessern, empfiehlt es sich, zunächst eine Bestandsaufnahme zu machen und zusammen mit einem Fachmann, etwa einem Meister des Zimmerhandwerks, einen Modernisierungsplan zu entwerfen. Der Fachhandwerker kann beurteilen, wo die größten Schwachstellen sitzen, ein sinnvolles Gesamtkonzept für die Sanierung entwickeln und entsprechende Prioritäten in der Planung setzen (Adressen von Fachbetrieben unter www.zimmermeister-modernisieren.de). Sinnvoll ist es auch, von einem Fachmann die Amortisation der geplanten Maßnahmen berechnen zu lassen. Zum einen kann sich für eine gründliche Verbesserung des Energiestandards auch eine Finanzierung lohnen. Zum anderen erleichtert der Staat mit direkten Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten die Investition in eine sparsame Zukunft.

Langfristig lohnende Verbesserungen

So ist es in vielen Fällen sinnvoll, zusammen mit dem Einbau hoch isolierender Fenster auch die Hausfassade zu dämmen. Unter einer Holzbekleidung etwa lässt sich gut geschützt eine Dämmschicht einbauen, zugleich erstrahlt das Haus mit einer Fassade aus dem nachwachsenden Rohstoff in natürlichem Glanz. Eine Dämmung des Dachs ist nicht nur zur Senkung der Heizkosten sinnvoll, sie schafft auch neuen Wohnraum im Obergeschoss. Mit einer ausreichend dimensionierten Dämmschicht herrschen dort zu jeder Jahreszeit angenehme Temperaturen.

EnEV greift auch im Altbau

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) setzt für Hausbesitzer auch bei der Renovierung eines älteren Hauses klare Regeln zum Energiestandard: Sind von geplanten Maßnahmen mehr als zehn Prozent der Gebäudefläche betroffen, so muss das gesamte Haus nach den Maßnahmen den in der EnEV festgelegten Mindeststandards entsprechen. Um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, sollte daher auf jeden Fall ein Fachmann für die Planung und Ausführung von Sanierungsarbeiten hinzugezogen werden.

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Geld vom Staat

Fußbodenheizungen strahlen Wärme gleichmäßig ab und bewirken so ein angenehmes Raumklima. Daher entscheiden sich immer mehr Bauherren dafür, die Heizung direkt in die Bodenplatte zu integrieren.  Foto: djd/AxxFloor

Fußbodenheizungen strahlen Wärme gleichmäßig ab und bewirken so ein angenehmes Raumklima. Daher entscheiden sich immer mehr Bauherren dafür, die Heizung direkt in die Bodenplatte zu integrieren. Foto: djd/AxxFloor

Aus Sicht von Architekten vereinen Thermobodenplatten gleich mehrere Vorteile: Dank der guten Dämmwirkung sparen sie Energiekosten ein und tragen somit zum Umweltschutz bei. Mit einer Fußbodenheizung, ist zugleich für wohlige und gesunde Wärme gesorgt. Die Bausubstanz wird erhalten und wirksam vor Nässe und Frost geschützt – auf Dauer steigt der Wiederverkaufswert einer Immobilie. Wer die Thermobodenplatte mit der Installation einer Wärmepumpe verbindet, kann staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen.

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Fußbodenheizung beim Dämmen den Boden

Thermobodenplatten mit Fußbodenheizung sorgen für eine optimale Energieeffizienz

Warme Füße und eine niedrige Heizkostenrechnung: Mit einer Thermobodenplatte lässt sich die Energieeffizienz eines Gebäudes nachhaltig steigern. Foto: djd/AxxFloor

Warme Füße und eine niedrige Heizkostenrechnung: Mit einer Thermobodenplatte lässt sich die Energieeffizienz eines Gebäudes nachhaltig steigern. Foto: djd/AxxFloor

(djd/pt). Von der Isolierung des Dachs über moderne Fenster bis hin zur Fassade: Wenn es um eine wirksame Wärmedämmung geht, entscheiden sich Bauherren gleich für ein ganzes Bündel an Maßnahmen. Nur die Gebäudeunterseite wird oft sträflich vernachlässigt. Dabei machen es insbesondere die skandinavischen Nachbarn vor, wie sich durch Thermobodenplatten viel für die Energieeffizienz eines Gebäudes tun lässt.

Stets warme Füße

Die Bodenplatte in spezieller Thermoausführung schützt das Mauerwerk nicht nur vor Kälte und Feuchtigkeit, sondern wirkt sich zudem positiv auf die benötigte Heizenergie aus. Insbesondere Bauherren von Niedrigenergie- und Passivhäusern sowie von Fertighäusern entscheiden sich daher immer häufiger für diese moderne Technologie. Spezialisierte Bauunternehmen wie beispielsweise AxxFloor verbinden die Dämmwirkung der Thermobodenplatten mit einer integrierten Fußbodenheizung – dies verbessert die Energiebilanz noch einmal und sorgt zudem für ein stets behagliches und gesundes Raumklima. Dank der gleichmäßigen Strahlungswärme ist diese Heizform besonders angenehm. Durch den Verzicht auf Heizkörper und Heizungsrohre wird zudem einiges an Platz gewonnen.

Schnelle Baumethode

In maximal drei Tagen ist dank der durchdachten Kompaktbauweise eine Thermobodenplatte erstellt: In mehreren Schichten werden Schutzfolien, das frostsichere Polster, die Flächendämmung sowie auf Wunsch die integrierte Fußbodenheizung aufgebracht. Der Bauprozess kann beschleunigt fortgesetzt werden, durch die Integration der Fußbodenheizung lassen sich zudem die Gesamtbaukosten reduzieren. Der Bauherr hat die Wahl zwischen einem Thermo-Kompaktboden mit Fußbodenheizung oder einem Thermo-Massivboden, wenn eine Heizkörper- oder Luftheizung gewünscht wird.

Planer und Architekten empfehlen zudem, direkt in die Planung alternative Energiequellen einzubeziehen. So fällt beispielsweise durch die gleichzeitige Nutzung einer Wärmepumpe die Energiebilanz fürs Haus noch besser aus. Da diese Investition staatlich gefördert wird, zum Beispiel von der KfW Bankengruppe, rechnen sich die Mehrkosten binnen kurzer Zeit.

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Schönheit für jeden Garten

Bauernhortensie

Die Hortensie ist eher eine zurückhaltende Schönheit, die mit ihren üppigen Blütenbällen und ihrer schlichten Eleganz in den Bann zieht.  Foto: djd/Endless Summer

Die Hortensie ist eher eine zurückhaltende Schönheit, die mit ihren üppigen Blütenbällen und ihrer schlichten Eleganz in den Bann zieht. Foto: djd/Endless Summer

(djd/pt). Lange Zeit galt die Hortensie als altbacken und hatte in modernen Gärten nichts zu suchen. Dieses Bild hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt. Die Bauernhortensie ist zwar keine Diva wie die Rose, die die Herzen im Sturm erobert. Sie ist eher eine zurückhaltende Schönheit, die mit ihren üppigen Blütenbällen und ihrer schlichten Eleganz jeden Betrachter in ihren Bann zieht. So ist es wohl eher Liebe auf den zweiten Blick. Doch wer sie erst einmal für sich entdeckt hat, der bleibt ihr auf ewig verfallen.

Harmonieren mit jedem Gartenstil

Bauernhortensien passen zu jeder Architektur – vom traditionellen Landhaus bis zum puristischen Bauhaus-Kubus. Außerdem harmonieren sie mit fast jedem Gartenstil: In modernen Gärten, die sich durch kühne und klare Formgebung auszeichnen, kommt sie besonders gut als ausdrucksstarke Solistin zur Geltung. Im Bauerngarten dagegen verkörpert sie bis heute ursprüngliches ländliches Gartenglück. Hier gilt: Je mehr, desto besser, denn nichts ist romantischer als ein Aufgebot von blühenden Hortensienbüschen mit ihren üppigen Blütenbällen. Hortensien gedeihen allerdings nicht nur im Garten, sondern machen auch im Kübel eine gute Figur. In schweren Terrakottagefäßen verbreiten sie ländliches Flair auf städtischen Dachterrassen und Balkonen. Besonders einladend wirken sie auch in hohen, säulenförmigen Töpfen als Türwächter links und rechts vor dem Hauseingang. Als Schnittblume präsentieren sich Hortensien als elegante und zugleich einfach zu gestaltende Tischdekoration. Und wenn der Winter naht, verbreiten ihre getrockneten Blüten in prächtigen Kränzen und floralen Arrangements auch in der dunklen Jahreszeit einen Hauch von Sommer.

Endloser Blütensommer

Ein Star unter den Hortensien ist die erst vor fünf Jahren eingeführte Hortensie “Endless Summer”. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Bauernhortensien hat sie die einzigartige Fähigkeit, auch an frischen Trieben und gleich mehrfach zu blühen – für einen endlosen Blütensommer.

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Bauvertrag

Verträge gründlich prüfen und hart verhandeln

Verträge gründlich prüfen: Viele Bauverträge benachteiligen private Bauherren  Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Verträge gründlich prüfen: Viele Bauverträge benachteiligen private Bauherren Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

(djd/pt). Wenn sich Bauherren entschieden haben, wo ihr Haus stehen, wie es aussehen und in welcher Art es erstellt werden soll, dann kann es oft gar nicht schnell genug bis zum Baubeginn gehen. Übereilte Entscheidungen sind aber gerade bei der Unterzeichnung eines Bauvertrags nicht ohne Risiko. Analysen der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) haben ergeben, dass etliche der untersuchten Bauverträge unvollständig oder unklar waren. Es lohnt sich deshalb, genauer hinzuschauen.

Die wichtigsten Knackpunkte, auf die man vor der Unterschrift achten und die man auf jeden Fall hart nachverhandeln sollte, listet die BSB-Veröffentlichung Ratgeber aktuell “Prüfsteine zum Bauvertrag” auf. Der Ratgeber wurde anlässlich der Novelle des Forderungssicherungsgesetzes 2009 überarbeitet und an die neuen Regelungen angepasst. Er steht unter www.bsb-ev.de kostenlos zum Download bereit.

Viele Verbraucher unterschreiben Bauverträge auch deshalb vorschnell, weil sie von einem Rücktrittsrecht ausgehen, wie es etwa für Haustürgeschäfte gilt. Auch hier rät Peter Mauel, Rechtsanwalt und Vorsitzender des BSB, zur Vorsicht: “Selbst bei einer Unterzeichnung auf Messen gelten Bauverträge als rechtsverbindlich, und ein Rücktritt kann richtig teuer werden.” Von vermeintlichen Schnäppchen, die nur für kurze Zeit gültig sind, sollte man also besser die Finger lassen.

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Mit einfachen Mitteln, Energie sparen

Bewusster Umgang mit der Wohnumgebung verbessert die Heizkostenbilanz

Räume nicht überhitzen: Jedes Grad mehr schlägt mit einem etwa sechs Prozent höheren Verbrauch zu Buche. Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH

Räume nicht überhitzen: Jedes Grad mehr schlägt mit einem etwa sechs Prozent höheren Verbrauch zu Buche. Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH

(djd). Während das Niedrigenergiehaus im Neubau Standard ist, kämpfen viele Mieter oder Besitzer von Altbauten gegen steigende Heizkosten – oft mit einfachsten Mittel wie dem “Anti-Zugluft-Dackel” vor der Tür. Aber auch wer keine umfassende Sanierung in Angriff nehmen kann, findet Wege, seinen Energieverbrauch zu drosseln. Als Alternative zum textilen Dackel etwa sind Bürstendichtungen besser dazu geeignet, Spalten unter der Haus- und Wohnungstür dicht zu machen. Wenn bei alten Fenstern die Luft spürbar durch die Ritzen zwischen Rahmen und Fensterflügel zieht, können Dichtbänder, die es in jedem Baumarkt gibt, die Lage deutlich verbessern.

Stoßlüften statt kippen
Dauerhaft gekippte Fenster im Winter sorgen zwar für frische Luft, sind aber Gift für die Heizkosten. Die Wärme entweicht ungehindert, die umliegenden Wände kühlen aus. Besser ist in jedem Fall kontrolliertes Stoßlüften. Dazu werden die Fenster ganz, dafür aber nur wenige Minuten geöffnet. In jedem Fall gilt: Das Heizventil immer zudrehen, wenn das Fenster offen ist. Sonst wird unnötig Wärme nach außen verheizt. Luft im Heizungssystem kostet auch unnötige Energie, da sich das Heizwasser nicht optimal verteilen kann: Um sie aus den Radiatoren abzulassen, muss in der Regel nur eine einfache Entlüftungsschraube geöffnet werden.

Wege aus dem “Wärmestau”

Wo Rollläden vorhanden sind, sollten sie nachts geschlossen werden, da sie ein isolierendes Luftpolster vor den Fenstern bilden. Sperrige Möbel, dicke Gardinen oder gar Verkleidungen behindern dagegen die Wärmeabgabe von Heizkörpern. Diese sollten frei stehen und nicht verdeckt sein. Insbesondere Thermostate an den Reglern müssen die Raumtemperatur “fühlen” können und dürfen nicht im “Wärmestau” hinter Möbeln oder Vorhängen stecken. Wer die Wärmeabstrahlung in den Raum verbessern will, versieht die Wand hinter den Heizkörpern mit einer im Baumarkt erhältlichen reflektierenden Platte. Diese und weitere Energiespartipps gibt die Deutsche Energie-Agentur (dena) unter http://www.zukunft-haus.info.

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Wohnraummodernisierung mit staatlicher Unterstützung

Aus alt mach neu: mit staatlicher Unterstützung fällt die Modernisierung der eigenen vier Wände leichter.  Foto: djd/zimmermeister-modernisieren.de/Michael Schintze

Aus alt mach neu: mit staatlicher Unterstützung fällt die Modernisierung der eigenen vier Wände leichter. Foto: djd/zimmermeister-modernisieren.de/Michael Schintze

(djd/pt). Die eigenen vier Wände verbessern – und der Staat zahlt mit: Was fast zu schön klingt, um wahr zu sein, kann im Rahmen von KfW-Förderprogrammen wie “Wohnraum modernisieren” Wirklichkeit werden. Förderfähig sind grundsätzlich alle Maßnahmen, die der Verbesserung und Instandsetzung von Wohnraum dienen oder die Energieeffizienz des Hauses verbessern. Dazu zählen beispielsweise Ausbauten im Dachgeschoss, eine Aufstockung des Gebäudes, Anbauten zur Schaffung von mehr Wohnraum oder eine verbesserte Wärmedämmung von Wänden oder Dach.

Modernisierung genau planen

Vor dem Beginn von Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten kann ein Fachmann des Zimmererhandwerks eine Bestandsaufnahme im Haus machen und dem Hausbesitzer Vorschläge erarbeiten, wie er seine Modernisierungsziele am besten erreicht. Auf dieser Basis erstellen Zimmerer- und Holzbaubetriebe konkrete Angebote. Zu den reinen Umsetzungskosten kommen noch weitere Ausgaben etwa für Beratung, Baugenehmigung oder die Ausstellung eines Energieausweises. Sind von den Arbeiten mehr als zehn Prozent des Gebäudekörpers betroffen, muss das Haus danach den strengeren Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen. Das gleiche gilt auch für Aufstockungen und Anbauten. Holzbau hat sich hier besonders bewährt. Zum einen beeinträchtigt sein geringes Gewicht die Statik eines Gebäudes weit weniger als die Massivbauweise, zum anderen sind die Arbeiten in vergleichsweise kurzer Zeit zu erledigen. Der Holzbaufachmann weiß, worauf zu achten ist und wie sowohl statische Gegebenheiten als auch die neuen EnEV-Regeln eingehalten werden können (Handwerkeradressen und Informationen unter www.zimmermeister-modernisieren.de).

Finanzierung mit Augenmaß

Wenigstens 20 bis 40 Prozent der anfallenden Kosten sollten bei einer Modernisierung über Eigenkapital gedeckt sein, der Rest kann fremdfinanziert werden. Die Hausbank oder eine Bausparkasse berät über die Möglichkeiten verschiedener Finanzierungen und welche im Einzelfall am besten passt. Auf keinen Fall sollte man die verschiedenen Förderprogramme der KfW-Förderbank außer Acht lassen, die ebenfalls über Hausbank oder Bausparkasse angefordert werden können. Neben “Wohnraum modernisieren” können auch Programme wie “Energieeffizient sanieren” oder “Energieeffizient bauen” für die Finanzierung in Betracht kommen.

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Regenwasser nutzen und sparen

Das Regenwasser sinnvoll nutzen

Ein Regenwassertank entlastet nicht nur die Umwelt, sondern spart auch wertvolles und teures Trinkwasser.  Foto: djd/Otto Graf

Ein Regenwassertank entlastet nicht nur die Umwelt, sondern spart auch wertvolles und teures Trinkwasser. Foto: djd/Otto Graf

Intelligente Bewirtschaftung hilft auch gegen Flächenversiegelung

(djd/pt). Die Diskussion um den Klimawandel hat andere Umweltthemen in den Hintergrund gedrängt – gelöst sind sie deshalb noch lange nicht. Der Flächenverbrauch von Boden etwa ist nicht nur ein Problem bei der Rodung der Regenwälder im Tropengürtel der Erde, sondern gerade auch in dicht besiedelten Ländern wie Deutschland. Die Folgen spürt man unmittelbar. Wo immer mehr Bodenflächen durch Straßen, Häuser, Plätze oder Gewerbebauten versiegelt werden, kann das Regenwasser nicht mehr natürlich im Boden versickern. Es sucht sich stattdessen den schnellsten Weg in die Flüsse. Dass diese selbst im Sommer immer öfter über die Ufer treten, ist eben nicht nur eine Folge des Klimawandels und zunehmender Starkregenereignisse, sondern auch der Flächenversiegelung. Täglich wird nach Berechnungen des Bundesverbandes Boden e.V. in Deutschland eine Bodenfläche überbaut, die 130 Fußballfeldern entspricht.

Regionale Förderungen für den sinnvollen Umgang mit der Ressource Wasser

Ein Rückbau der versiegelten Flächen ist nur selten möglich, mit technischer Hilfe lässt sich aber der natürliche Rückhalt des Regenwassers zumindest teilweise wiederherstellen. Versickerungssysteme sorgen dafür, dass das Wasser auch unter überbaute Flächen gelangen und dort auf natürliche Weise im Boden versickern kann. Damit ist der Kreislauf des Regenwassers, das ja auch die Grundwasserreserven auffüllt, teilweise wiederhergestellt. Beim Neubau von Industrieanlagen und Großparkplätzen sind Versickerungssysteme vielerorts bereits vorgeschrieben, doch auch private Haushalte können mit dieser Technik einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Viele Gemeinden und Wasserwerke geben für eine sinnvolle Regenwasserbewirtschaftung auch Privathaushalten Nachlässe auf die Abwassergebühren oder fördern den Einbau entsprechender Anlagen mit Zuschüssen. Eine bundesweite gesetzliche Regelung dafür gibt es zwar nicht, es lohnt sich aber, bei der Gemeinde und dem zuständigen Wasserwerk nachzufragen, welche Fördermöglichkeiten konkret vorhanden sind.

Regenwasser nutzen und sparen

Im privaten Hausbau ist in der Regel eine Kombination aus Regenwassernutzung und -versickerung interessant. Zunächst wird dabei das Wasser in Regenwassertanks aufgefangen. Die klassische Regentonne hat hierbei ausgedient. Moderne Regenspeicher gibt es in Form einer Mauer, Säule oder Amphore. Wenn das nicht passt oder man noch mehr Wasser speichern möchte, dann empfiehlt sich ein großvolumiger Erdtank. Für Hausbesitzer, die mit Regenwasser nur den Garten gießen wollen, genügen Aufstell- oder kleinere Erdtanks. Wer zusätzlich die größten Wasserschlucker wie Waschmaschine oder Toilettenspülung auf Regenwasser umstellen will, fährt mit großvolumigen Erdtanks am besten. In moderne Tanksysteme kann die gesamte Filter- und Pumpentechnik integriert werden (mehr unter www.graf-online.de). So spart der Tankbesitzer bis zu 50 Prozent Trinkwasser und entlastet seine Wasserrechnung.

Überschüssiges Regenwasser, das der Tank nicht mehr aufnehmen kann, landet danach nicht in der Kanalisation, sondern wird in Versickerungssysteme geleitet. Diese können sich auch unter versiegelten Flächen wie der Terrasse oder der Garageneinfahrt verbergen.

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